Bewährungstrafe für 19-Jährigen im Raser-Prozess

Der Angeklagte und sein Verteidiger

Bewährungstrafe für 19-Jährigen im Raser-Prozess

Von Vorabfassung Markus Schmitz/ Überschriebene aktualisierte Fassung Frank Piotrowski

Vor der Jugendschöffenkammer des Kölner Amtsgerichts wurde am Mittag ein 19-Jähriger wegen fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren auf Bewährung verurteilt.

Der Täter war mit 150 Stundenkilometer über den Militärring in Köln gefahren und hatte einen Unfall verursacht, bei dem seine 17-jährige Beifahrerin ums Leben kam. Das Gericht hat die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Die Strafe wird aber für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Weil der Täter noch als unreif gilt, wurde nach Jugendstrafrecht geurteilt.

19-Jähriger entschuldigte sich bei den Eltern

Nach seiner Entschuldigung bei den Eltern der Getöteten im Gerichtssaal nahm der Vater des Opfers den Täter in den Arm. Ein hoch emotionaler Moment. Bei einigen Anwesenden im Gerichtssaal flossen Tränen.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Jugendstrafe von einem Jahr und zwei Monaten auf Bewährung gefordert.

 



Stand: 13.08.2020, 13:55