Protestaktionen gegen Kohleabbau im Rheinischen Revier

Protestaktionen gegen Kohleabbau im Rheinischen Revier

Tausende Menschen beteiligen sich am Samstag (27.10.2018) erneut an Protesten gegen den Braunkohleabbau. Aktivisten wollen mit Aktionen des zivilen Ungehorsams den Tagebaubetrieb stören.

Eine Gruppe Menschen sitzt und steht vor mehreren großen weißen Zelten

Bereits am frühen Morgen sammelten sich Tausende Aktivisten des Aktionsbündnisses "Ende Gelände" in ihrem Camp bei Düren.

Bereits am frühen Morgen sammelten sich Tausende Aktivisten des Aktionsbündnisses "Ende Gelände" in ihrem Camp bei Düren.

Rund 3.000 Aktivisten zogen in größeren Gruppen in Richtung der Tagebaue. Mehrere von ihnen hatten vom frühen Samstagmorgen an einen Bagger im Tagebau Hambach für mehrere Stunden besetzt.

Währenddessen sammelten sich mehrere Tausend Menschen zu einer Solidaritätsdemonstration an der Mahnwache in der Nähe des Hambacher Forsts. Dazu aufgerufen hatte unter anderem die Bürgerinitiative "Buirer für Buir".

Anschließend zogen die Teilnehmer in einem Demonstrationszug nach Morschenich.

Die Polizei hatte zwischenzeitlich rund 250 Aktivisten offenbar kurz vor einer Besetzung des Tagebaus Inden gestoppt.

Auf der A4 bei Kerpen liefen Braunkohlegegner über die Fahrbahn Richtung Tagebau Hambach. Die Polizei sperrte die Autobahn über Stunden und setzte Wasserwerfer und Pfefferspray ein.

Die Aktivisten auf den Gleisen der Hambachbahn hatten sich teilweise angekettet, wollten den Betrieb so lange wie möglich stören.

Viele Aktivisten und Demonstrationsteilnehmer waren in der Nähe der Tagebaukante in Hambach unterwegs, errichteten zum Teil Barrikaden auf den Zufahrtswegen. Die Protestaktionen von "Ende Gelände" sollen bis Sonntagmittag weitergehen.

Stand: 27.10.2018, 16:21 Uhr