Massenprotest von 150 Feldarbeitern in Bornheim

Die Containerunterkünfte neben dem Spargelfeld.

Massenprotest von 150 Feldarbeitern in Bornheim

Von Norbert Hiller

  • 150 Erntehelfer weigern sich, auf die Felder zu gehen
  • Betriebsleiter ruft die Polizei
  • Erntehelfer behaupten, zu wenig Geld zu bekommen

Seit dem frühen Freitagmorgen (15.05.2020) protestieren etwa 150 Erntehelfer bei einem großen Spargelbetrieb in Bornheim. Die grötenteils rumänischen Landarbeiter weigern sich, in die Busse zu steigen, die sie zu den Spargelfeldern bringen sollen.

Erntehelfer fordern mehr Geld

Stattdessen rufen sie "Money, money!" Sie fordern also Geld. Und das soll teilweise so vehement gewesen sein, dass der Betriebsleiter fürchtete, die Lage könnte außer Kontrolle geraten. Die daraufhin alarmierte Polizei Bonn rückte daraufhin mit 20 Beamten an.

Der Einsatzleiter der Polizei sagte dem WDR nach dem Einsatz, dass die Arbeiter höhere Löhne wollen. Der Betriebsleiter sei aber nicht bereit, das Geld zu zahlen. Trotz des Streites seien die Wogen aber geglättet. Die Polizei ist inwischen nicht mehr vor Ort.

Streik soll andauern

Die Proteste der Feldarbeiter gehen nach wie vor weiter. Eine rumänische Erntehelferin sagte dem WDR, dass einige Helfer nach einem Monat Arbeit nur zwischen hundert und dreihundert Euro bekommen hätten. Das sei zu wenig. Die Helfer wollen deshalb streiken, bis die Forderungen nach mehr Geld erfüllt sind.

Der Spargelbetrieb steht seit einigen Wochen unter der Leitung eines Insolvenzverwalters. Weder der Betriebsleiter, noch der Insolvenzverwalter waren bis jetzt vom WDR für eine Stellungnahme zu erreichen.

Stand: 15.05.2020, 12:44

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