Niederaußem: RWE-Mitarbeiter kämpfen um Arbeitsplätze

Niederaußem: RWE Mitarbeiter protestieren gegen Kraftwerksschließung

Niederaußem: RWE-Mitarbeiter kämpfen um Arbeitsplätze

  • Bis zu tausend Arbeitsplätze bei RWE fallen weg
  • Stilllegung von zwei Kraftwerksblöcken
  • Weniger klimaschädliches Kohlenstoffdioxid
  • RWE erhält Ausgleichszahlungen

700 RWE-Mitarbeiter haben am Braunkohlekraftwerk in Bergheim-Niederaußem am Montagmorgen (01.10.2018) den Erhalt ihrer Arbeitsplätze gefordert. Anlass der Kundgebung ist das Abschalten von zwei Kraftwerksanlagen. Die Blöcke stehen nun vier Jahre als Reserve bereit. Damit erfüllt Betreiber RWE eine Klimaschutz-Vereinbarung mit der Bundesregierung. Im kommenden Jahr soll im rheinischen Revier noch ein weiterer Kraftwerksblock abgeschaltet werden. Nach Angaben des Unternehmens fallen dadurch insgesamt bis zu 1.000 Arbeitsplätze weg.

Klimaschädliche Braunkohle-Blöcke vom Netz

Niederaußem: RWE Mitarbeiter protestieren gegen Kraftwerksschließungen

Mitarbeiter fordern Erhalt ihrer Arbeitsplätze

Das Braunkohlekraftwerk von Bergheim-Niederaußem produziert seit dem Wochenende weniger Strom und damit auch weniger klimaschädliches CO2. Denn zwei der insgesamt noch sieben aktiven Kraftwerksanlagen wurden Sonntagmittag um 12 Uhr abgeschaltet. Damit erfüllt Betreiber RWE eine Klimaschutz-Vereinbarung mit der Bundesregierung aus dem Jahr 2015.

RWE bekommt Millionengelder

Mit den beiden 300 Megawatt leistungsstarken Meilern gehen in Niederaußem zwei der ältesten Blöcke vom Netz. Die beiden 1970 und 1971 gebauten Anlagen stoßen jährlich mehr als fünf Millionen Tonnen des klimaschädlichen Gases CO2 in die Luft. Sie werden nun konserviert und stehen danach als Reserve zur Verfügung, sollte es einen Stromengpass geben. Dafür erhält RWE eine millionenschwere Ausgleichszahlung. Bereits im vergangenen Jahr wurde das Kraftwerk Frimmersdorf abgeschaltet. Einspringen musste die Anlage allerdings noch nie.

Stand: 01.10.2018, 10:16

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