Massenprotest zum Hambacher Forst angekündigt

Mitarbeiter von RWE räumen ein Camp von Umweltaktivisten im Hambacher Forst.

Massenprotest zum Hambacher Forst angekündigt

  • Klima-Aktivisten kündigen nach Räumaktion durch RWE Proteste an
  • Demonstrationen, Sitzblockaden und Waldspaziergänge geplant
  • Abholzung des Waldes soll im Oktober beginnen

Nach den Räumaktionen des Energiekonzerns RWE im Hambacher Forst haben Klima-Aktivisten massenhafte Proteste angekündigt. Sie warfen RWE vor, schon vor der offiziellen Rodungssaison mit Rodungsarbeiten begonnen zu haben - am Donnerstag (06.09.2018) sei ein Baum gefällt worden.

"Wochenende des Widerstands" angekündigt

"Mit dem sogenannten Tag X beginnt heute eine bundesweite Massenmobilisierung", erklärten am Donnerstag mehrere Organisationen, darunter "Aktion Unterholz" und die Anti-Braunkohle-Initiative "Ende Gelände". Die Aktivisten kündigten Demonstrationen, Sitzblockaden und Waldspaziergänge an. Auch werde man die kaputt gegangenen Strukturen der Wald-Besetzer wieder aufbauen, sagte ein Sprecher von "Aktion Unterholz". Er sprach von einem "Wochenende des Widerstands".

Räumarbeiten von RWE am Donnerstag beendet

RWE wies die Vorwürfe zurück und betonte, es handele sich nicht um eine Rodung. Der fragliche Baum sei zur Sicherheit abgeschnitten worden, weil er umzufallen drohte, sagte ein Sprecher. RWE-Arbeiter hatten am Mittwoch (05.09.2018) unter dem Schutz der Polizei begonnen, Barrikaden, Möbelstücke, und vieles mehr aus dem besetzten Wald abzutransportieren. Der Einsatz wurde am Donnerstag beendet.

RWE will für den Braunkohleabbau mehr als 100 der verbliebenen 200 Hektar Wald abholzen, darf damit aber frühestens im Oktober beginnen. Gegen die Pläne gibt es seit Langem Proteste.

Stand: 06.09.2018, 19:38