NRW-Schulen in Problemvierteln fordern mehr Unterstützung

Lehrerin steht an der Tafel, 17.08.2016

NRW-Schulen in Problemvierteln fordern mehr Unterstützung

  • 20 NRW-Schulen schließen sich zusammen
  • Forderung an Politik nach mehr Unterstützung
  • "Bildungsapartheid" müsse verhindert werden

20 NRW-Schulen in sogenannten "prekären Lagen" haben sich zusammen geschlossen und der Landesregierung einen Forderungskatalog vorgelegt. Das Projekt wurde am Montag (09.09.2019) in Düsseldorf vorgestellt.

Schulen mit besonderen Herausforderungen

Die teilnehmenden Schulen sehen sich selbst vor besondere Herausforderungen gestellt: Viele Schüler aus bildungsfernen Schichten, mit Migrationshintergrund oder Förderbedarf. Außerdem gebe es immer weniger Personal an diesen Schulen, während die Klasssen immer größer würden.

Um Diskriminierung zu vermeiden und dafür zu sorgen, dass die Bildungs-und Lebenschancen von Kindern nicht von ihrer geografischen und sozialen Herkunft abhängen, müsse die Landesregierung mit ihren nachgeordneten, kommunalen Behörden zeitnah reagieren. Eine "Bildungsapartheid" müsse verhindert werden.

Die besten Lehrer an die schwierigsten Schulen

Die Schulen, die meisten von ihnen Gesamtschulen, fordern unter anderem bessere Räumlichkeiten und eine bessere digitale Ausstattung, um die eingeschränkten Möglichkeiten der Schüler in ihrem Elternhaus auszugleichen.

Außerdem müssten Anreize für junge Lehrer geschaffen werden, damit diese sich auch an solchen Schulen bewerben - zum Beispiel durch weniger Unterricht oder eine positive Stigmatisierung nach einem Modell aus Skandinavien: "Die besten Lehrer gehen an die schwierigsten Schulen". Gleichzeitig brauche es mehr Schulsozialarbeiter und Schulpsychologen, die die Schüler professionell begleiten.

Die Schulen wollen ihren Forderungen ab 2020 mit monatlichen Veranstaltungen Nachdruck verleihen.

Schulen fordern mehr Ressourcen

WDR 5 Westblick - aktuell 09.09.2019 04:57 Min. Verfügbar bis 08.09.2020 WDR 5

Download

Stand: 09.09.2019, 16:02