Wuppertaler City: noch kein Outlet, noch kein Primark

Wuppertaler City: noch kein Outlet, noch kein Primark

  • City-Outlet: Investor verschiebt Eröffnung
  • Primark kommt 2018 auch nicht
  • Neue Pläne für den Bahnhof

Es gibt nur ein Baustellenschild in der Elberfelder City am Döppersberg: Von einer Großbaustelle ist am Gebäude der Bundesbahndirektion ansonsten nichts zu sehen. Hier sollte eigentlich längst das Factory-Outlet gebaut werden. Noch vor neun Monaten hatten Investor und Stadt den Baubeginn gefeiert und die Outlet-Eröffnung im repräsentativen Gebäude versprochen. Am Dienstag (03.07.2018) schreibt der Investor:

Die andauernden politischen und rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen den Städten Wuppertal und Remscheid wirken sich ungünstig auf die Planungssicherheit des City-Outlets Wuppertal aus. Um Risiken zu minimieren, haben wir uns deshalb dazu entschlossen, den zum Jahresende angestrebten Eröffnungstermin nach hinten zu verschieben.

Primark kommt auch noch nicht

Ein Zaun mit einem Baustellenschild am Döppersberg

Zeitangaben gibt es bislang nicht. Das City-Outlet ist aber nicht das einzige Döppersberg-Projekt, das ins Stocken gerät. Gegenüber steht Wuppertals wohl markantestes Geschäftshaus, der nagelneue Investorenkubus. Hier sollte noch in diesem Jahr der Textil-Discounter Primark eröffnen. Aber auch daraus wird wohl nichts, wie Investor und Primark aktuell erklären. Es sei zu "nicht vorher abzusehenden zusätzlichen Herausforderungen gekommen". Deshalb nehme die Fertigstellung "ein wenig mehr Zeit als geplant" in Anspruch. Demnächst werde der Bauantrag eingereicht. Kritiker werfen den Verantwortlichen bei der Stadt deshalb vor, sie hätten alles mehr oder weniger dem Zufall überlassen, statt verlässliche Verträge abzuschließen. Man sei nicht glücklich über die Entwicklung, sagte eine Stadtsprecherin.

Neue Pläne für historischen Bahnhof

Für das dritte Sorgenkind am Prestigeprojekt Döppersberg, den Hauptbahnhof, zeichnet sich eine Lösung ab. Ursprünglich wollte die Bahn das historische Empfangsgebäude in diesem Jahr restaurieren. Im Dezember sollte es plötzlich unsaniert an die Stadt verkauft werden. Nach WDR-Informationen gibt es jetzt folgende Pläne: Die Wuppertaler Stadtwerke kaufen das ehemalige Fundbüro - dort könnte die Talstation der geplanten Seilbahn einziehen. Sollten die Pläne dafür begraben werden, nehme die Bahn das Teilstück zurück. Das historische Gebäude will die Bahn an einen - noch nicht benannten - Wuppertaler Investor verkaufen. Eine Verpflichtung bleibt für die Stadt: Sie muss die historische Sandsteinfassade wieder herstellen. Genaueres soll am Freitag (06.07.2018) bekannt gegeben werden.

Stand: 03.07.2018, 15:59