Rechtsextreme Wählergruppe Pro Köln löst sich auf

Schilder mit durchgestrichener Moschee auf Laderampe von LKW

Rechtsextreme Wählergruppe Pro Köln löst sich auf

  • Wählergruppe Pro Köln beschließt Selbstauflösung
  • Ratsmitglieder bleiben als Parteilose
  • Kritik an Radikalisierung bei Pro NRW

Die rechtsextreme Wählergruppe Pro Köln löst sich auf. Ein Antrag des Vorstandes für die sofortige Vereinsauflösung habe am Sonntag (15.04.2018) auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung 97,2 Prozent der abgegeben Stimmen erhalten, hieß es in einer auch auf Facebook veröffentlichten Pressemitteilung. Unklar war, wie viele Mitglieder anwesend waren und abgestimmt hatten.

"Veränderte politische Landschaft"

Die zwei bisherigen Pro-Köln-Ratsmitglieder nähmen ihre Mandate künftig als Parteilose wahr. Mit der Auflösung habe Pro Köln die Konsequenzen aus einer völlig veränderten politischen Landschaft gezogen. Es gebe inzwischen "eine bundesweit erfolgreiche Alternative zum etablierten Machtkartell", heißt es in der Mitteilung weiter.

"Tendenz zur Radikalisierung"

Zudem habe es eine Tendenz zur Radikalisierung "in bestimmten Teilen der Pro-Bewegung" gegeben, was bereits 2015 zum Bruch mit Pro NRW geführt habe. Diese landesweite rechtsextreme Bürgerbewegung ist weiterhin aktiv.

Stand: 15.04.2018, 17:35