Asbest-Fund: Eröffnung des Polizeipräsidiums Düsseldorf verzögert sich wieder

Baustelle: Polizeipräsidium Düsseldorf

Asbest-Fund: Eröffnung des Polizeipräsidiums Düsseldorf verzögert sich wieder

  • Asbest in Wänden des Altbaus gefunden
  • Eröffnung verzögert sich bis 2023
  • Bau doppelt so teuer als geplant

Der seit Jahren laufende Um- und Neubau des Polizeipräsidiums in Düsseldorf wird rund ein Jahr länger dauern als gedacht. Grund seien kritische Asbestwerte in den Wänden eines nicht sanierten Teils des Altbaus.

Das bestätigte eine Sprecherin des für den Bau verantwortlichen Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW (BLB) dem WDR am Dienstag (09.04.2019).

Eigentlich sollte das Präsidium in drei Jahren eröffnet werden, nun geht man beim BLB vom Jahr 2023 aus.

Aktueller Betrieb betroffen

Aufgrund des Asbestfundes könne außerdem die bereits fertiggestellte Leitstelle im angrenzenden Neubau noch nicht genutzt werden, heißt es. Dabei hatte man mit einem baldigen Umzug gerechnet. Auch die Technik sei bereits eingebaut worden.

 Das Logo des Bau- und Liegenschaftsbetriebs Nordrhein-Westfalen (BLB) hängt in Düsseldorf am Gebäude der Zentrale.

Gebaut wird das Düsseldorfer Polizeipräsidium vom landeseigenen Bau- und Liegenschaftsbetrieb BLB.

Bis auf Weiteres werden die Beamten nun aber in ihrem Ausweichquartier, dem früheren Innenministerium, bleiben.

Kostenexplosion: über 150 Millionen Euro

Die Arbeiten am Polizeipräsidium hatten sich bereits mehrfach verzögert, unter anderem wegen Ausschreibungsfehlern. Die ursprünglichen Kosten von 75 Millionen Euro sind inzwischen auf mehr als das Doppelte gestiegen.

Stand: 09.04.2019, 10:51