Kölner Polizei äußert sich zu illegaler Eskorte

Kölner Polizei äußert sich zu illegaler Eskorte

Von Oliver Köhler

Nach der illegalen Eskorte, mit der Polizeibeamte einen Kollegen in den Ruhestand verabschiedet hatten, hat sich die Kölner Polizei zum Vorfall geäußert.

Den beteiligten Beamten drohen Disziplinarverfahren.

"Wir ermitteln jetzt, wie es abgelaufen ist, wer von dem Plan wusste, wer daran teilgenommen hat und wer die Aktion letztlich zu verantworten hat", sagte Polizeisprecher Wolfgang Baldes.

Polizei-Eskorte sorgte für Verwirrung bei Erzieherinnen

Die Polizisten hatten ihren Kollegen in seinem Zuhause in Weilerswist überrascht. Sie wollten ihn in Begleitung von Wasserwerfern und Motorrädern zu seiner Dienststelle bringen.

Dabei schalteten sie Martinshorn und Blaulicht ein. Das Polizeiaufgebot versetzte die Leiterin einer Kindertagesstätte in Angst und Schrecken.

"Man hat das Martinshorn angemacht und Blaulicht eingeschaltet. Die Erzieherin war natürlich erst einmal aufgebracht. Sie hat die Kinder reingeholt und sich dann bei der Polizei erkundigt, was los sei. So ist der Fall in Köln gelandet", sagte Sprecher Baldes.

Offenbar war weder die Fahrt mit Blaulicht noch der Einsatz der Polizei-Fahrzeuge genehmigt, weshalb jetzt Ermittlungen eingeleitet wurden.

Kölner Polizei: Leiter der Spezialeinheiten ließ sich an der Severinsbrücke fotografieren

Probleme mit nicht genehmigten Verabschiedungen hatte die Kölner Polizei zuletzt vor sechs Jahren. Damals ging der Leiter der Spezialeinheiten mit einem ganz besonderen Fotoshooting in den Ruhestand.

Er ließ sich auf dem Pylon der Kölner Severinsbrücke von der Besatzung eines Polizeihubschraubers fotografieren - die Polizei leitete Ermittlungen ein.

Stand: 22.01.2021, 14:15