Polizei verbietet Kurden-Demo in Köln

Kurden demonstrieren in Bonn

Polizei verbietet Kurden-Demo in Köln

Eine für Samstag (10.02.2018) in Köln geplante und verbotene Demonstration von Kurden fand nicht statt. Als Ersatz wollten Kurden spontan in Duisburg demonstrieren. Aber die Polizei löste die nicht genehmigte Kundgebung auf.

Kölns Polizeipräsident Uwe Jacobs hatte am Freitag (09.02.2018) die Veranstaltung verboten. Durch die Proteste sei die öffentliche Sicherheit in der Kölner Innenstadt bedroht, hieß es zur Begründung.

Kein Einspruch

Der kurdische Dachverband NAV-DEM wollte zwischen 13 und 17 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Ebertplatz starten und zum Roncalliplatz ziehen. Die Anmelder verzichteten am Samstag offenbar auf einen Einspruch vor dem Verwaltungsgericht - damit sind die Pläne endgültig hinfällig.

Verbotene Demo in Duisburg aufgelöst

Offenbar reisten einige der Teilnehmer stattdessen nach Duisburg. Nach Informationen der Duisburger Polizei versammelten sich rund 250 Demonstranten am Hauptbahnhof. Da die Versammlung nicht angemeldet war, löste die Polizei die Demonstration auf. Dabei stellten die Beamten 60 verbotene Fahnen mit PKK-Symbolen sicher. Gegen einige der Teilnehmer wurde Anzeige erhoben wegen Vertößen gegen das Versammlungsgesetz.

Erst Ende Januar hatte die Polizei in Köln eine Kurdendemonstration mit rund 15.000 Teilnehmern aufgelöst. Auch damals hatten Teilnehmer Symbole der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK gezeigt.

Stand: 10.02.2018, 14:46

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