Vom Handy abgelenkt: Polizei kontrolliert Auto- und Radfahrer in NRW

Polizei kontrolliert telefonierende Autofahrer

Vom Handy abgelenkt: Polizei kontrolliert Auto- und Radfahrer in NRW

Vielerorts hat die Polizei in NRW am Mittwoch den Verkehr kontrolliert. Angehalten wurden Verkehrsteilnehmer, die zum Beispiel durch ihr Handy abgelenkt waren.

Viele fahren Auto oder Fahrrad, ohne genügend auf den Verkehr zu achten. Sie sind abgelenkt – zum Beispiel durch ihr Smartphone. Ein solches Verhalten kann einen Unfall zur Folge haben. Mit Verletzten oder sogar Toten. Um gegen solchen Leichtsinn vorzugehen, hat die Polizei in NRW am Mittwoch Autofahrer und auch Radfahrer kontrolliert.

So fanden in und um Köln Kontrollen statt – in der Stadt und auf den Autobahnen. Dabei setzte die Polizei "Späher" ein, die die Verkehrssünder auf frischer Tat ertappten.

Späher beobachten den Verkehr

Sie sichteten den Verkehr – die Polizeibeamten waren dafür in Zivilkleidung unterwegs. Sahen sie jemanden, der beim Fahren abgelenkt war, informierten sie ihre Kollegen, die einige Meter weiter warteten. Der Auto- oder Radfahrer wurde dann angehalten, zur Rede gestellt und gegen ihn wurde gegebenenfalls ein Verwarn- oder Bußgeld verhängt.

Hohe Geldstrafen drohen

Radfahrer müssen mit einem Verwarngeld in Höhe von 55 Euro rechnen. Autofahrern, die ihr Handy am Steuer benutzen, droht ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro und ein Punkt in Flensburg. Entsteht eine Gefährdungssituation, kann der Verstoß noch teurer werden.

Auch in Bonn, Düsseldorf und Dortmund kontrollierte die Polizei

Ein Mann steht mit einer Neongelben Weste und einem Funkgerät am Straßenrand.

Eine ähnliche Aktion wie in Köln fand am Mittwoch auch in Bonn, Düsseldorf, Duisburg und Dortmund statt. Ebenso in Münster. Auch dort ging es der Polizei nicht vorrangig darum, Bußgelder zu kassieren. Vielmehr sollten Auto- wie Radfahrer dafür sensibilisiert werden, dass mehr Aufmerksamkeit für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgt, wie ein Sprecher dem WDR sagte.

Wer mit einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern unterwegs ist, für den bedeute "eine Sekunde aufs Handy gucken oder am Radio rumspielen 14 Meter Blindflug", so der Sprecher. Mit Infoständen war die Polizei deshalb auch an anderen Orten im Münsterland zu finden – in Ahlen, Coesfeld, Dülmen, Lüdinghausen oder Rheine.

Aktion findet europaweit statt

Die Kontrollen in den NRW-Städten waren Teil einer europaweiten Aktion mit dem Titel #RoadpolSafetyDays. Sie läuft noch bis zum 22. September. Die Polizei bietet dabei auch Präventionskurse an. So lernen Schüler in Köln etwa, wie gefährlich es ist, beim Radfahren auch nur wenige Sekunden aufs Smartphone zu schauen.

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WDR 5 KiRaKa Thema des Tages 28.04.2020 02:56 Min. Verfügbar bis 28.04.2021 WDR 5 Von Jan-Philipp Wicke

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WDR 5 Quarks - Topthemen aus der Wissenschaft 11.02.2020 05:35 Min. Verfügbar bis 10.02.2025 WDR 5

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Stand: 16.09.2020, 18:07