Rechtsextremismus? Ermittlungen gegen zwei Polizisten aus Aachen

Polzei-Pressekonferenz

Rechtsextremismus? Ermittlungen gegen zwei Polizisten aus Aachen

  • über Polizeifunk rechtsextremes Audio verbreitet
  • Audio- und Videodateien auf Handy gefunden
  • Staatsanwaltschaft ermittelt

Die Polizei Aachen hat ein Disziplinarverfahren gegen zwei Polizeibeamte eingeleitet. Mindestens einer von ihnen hatte - nach bisherigen Erkenntnissen aus Versehen - über die Hauptleitung des Polizeifunks ein rechtsextremes Audio verbreitet.

Zwischenfall vor Aachener Synagoge

Heil Hitler, Viertes Reich und Worte wie finaler Kampf waren über Polizeifunk zu hören - sie stammten aus einer US-Serie, die sich zumindest einer der Polizisten ausgerechnet im Einsatzwagen vor der Aachener Synagoge übers Internet angesehen hatte. Ein weiterer Kollege hatte das gehört und gemeldet.

Versehentlich im Polizeifunk gelandet?

Nach den bisherigen Ermittlungen wurde die Übertragung der Serieninhalte durch einen technischen Defekt ausgelöst. Bei der Untersuchung des Privathandys des Beamten fanden sich darauf aber rechtsextreme und rassistische Video- und Audiodateien. Das Handy des zweiten Beamten ist noch nicht ausgewertet. Beide sind vorerst vom Dienst suspendiert. Die Staatsanwaltschaft untersucht jetzt, ob ein Straftatbestand vorliegt.

Stand: 28.02.2020, 21:13