Weitere Ermittlungen wegen Legal Highs aus Eschweiler

Mehrere kleine und bunte Tütchen, die sogenannte gefährliche "Legal Highs" beinhalten.

Weitere Ermittlungen wegen Legal Highs aus Eschweiler

  • Mögliches Drogenlabor in Eschweiler entdeckt
  • Drei Männer vorläufig festgenommen
  • Polizei warnt vor gefährlichen Substanzen

Der Verkauf von so genannten Legal Highs zieht bundesweit Kreise. Das sind synthetische Drogen, die als sehr gefährlich gelten. Die Polizei hat inzwischen tausende Kunden aufgesucht, die diese Substanzen offensichtlich in Eschweiler bestellt hatten.

10.000 Verkaufsquittungen gefunden

Kleine, bunte Tütchen, die eher nach Gummibärchen aussehen: Doch darin enthalten sind Legal Highs. Schon geringste Mengen können Psychosen und Herzrasen auslösen und sogar zum Tod führen. Die Ermittler haben rund 10.000 Verkaufsquittungen in dem Drogenlabor in Eschweiler sichergestellt, die zu Kunden in ganz Deutschland führen. Mit Hilfe von zusätzlichen Beamten will man bundesweit Menschen vor der Anwendung durch Einnehmen, Rauchen oder Spritzen warnen.

Warnung und Strafverfolgung

Denn die Substanz ist sehr gefährlich. Ob es bereits Todesfälle durch diese Substanzen gegeben hat, ist nach Polizeiangaben kaum noch nachzuvollziehen. Um das zu beweisen, müssten die Todesopfer exhumiert und untersucht werden. Der Verkauf der Drogen aus Eschweiler beschäftigt inzwischen Polizei und Staatsanwaltschaft in Aachen. Dabei geht es um zwei Punkte: erstens mögliche Käufer vor den Drogen zu warnen und zweitens die Strafverfolgung der mutmaßlichen Täter.

Drei Männer festgenommen

Drei Männer sind im Zusammenhang mit dem Drogenlabor in Eschweiler festgenommen worden, die 35 und 42 Jahre alten Bewohner sowie ein Hausverwalter. Die beiden Bewohner hatten sich gestritten und deshalb selber die Polizei gerufen. Dabei entdeckten die Beamten die Drogenküche. Gegen die Männer wird wegen Handels mit verbotenen psychoaktiven Substanzen ermittelt.

Stand: 22.01.2020, 17:28