Polizei-Einsätze in Siegburg: Keine Hinweise auf Amok-Plan

Stand: 10.11.2022, 07:35 Uhr

Nach einem Amokalarm an einer Realschule kam es am Mittwoch zu einem Großeinsatz der Polizei in Siegburg. Auch der Bahnhof wurde zeitweise gesperrt. Am Abend gaben die Behörden Entwarnung.

Der stundenlange Polizei-Einsatz in Siegburg nach einem Amokalarm an einer Realschule ist beendet. Auch von einem verdächtigen Rucksack, der am Mittwochnachmittag etwa zwei Kilometer von der Schule entfernt auf dem Parkplatz eines Berufskollegs gefunden worden war, ging keine Gefahr aus. Das teilte die Polizei am Abend mit. "Die Untersuchung des verdächtigen Gegenstandes verlief negativ. Die polizeilichen Absperrungen werden schrittweise aufgehoben", hieß es.

Polizei sperrt den Umkreis vom Siergburger Bahnhof ab.

Zuvor war das Gelände rund um den Parkplatz großräumig abgesperrt worden. Ein Zeuge soll beobachtet haben, wie eine verdächtige Person den Rucksack unter einem Auto abgelegt hatte. Auch der Bahnhof Siegburg/Bonn war deshalb mehrere Stunden gesperrt, was zu erheblichen Problemen beim Regional- und Fernverkehr der Deutschen Bahn geführt hatte.

Polizeieinsatz an Siegburger Realschule

Bereits am Vormittag kam es zu einem Großeinsatz der Polizei in einer Realschule. Auf dem Schulgelände soll eine verdächtige Person beobachtet worden sein, die mit einer Waffe in die Luft schoss. Nach Angaben der Polizei hörten weitere Zeugen Knallgeräusche. Am Nachmittag konnten alle Schülerinnen und Schüler ihren Eltern übergeben werden.

Bei dem Einsatz fanden die Beamten Reste von Feuerwerkskörpern. Zeitweise kreiste ein Hubschrauber über dem Gebiet. Zwei Männer waren kurz darauf gestellt und zur Vernehmung nach Köln gebracht worden. Beide wurden nach einer Überprüfung noch am Abend wieder entlassen, teilte die Polizei mit.

Über dieses Thema haben wir am 09.11.2022 im WDR Fernsehen: Lokalzeit aus Bonn, 19:30 Uhr berichtet.