Waldfeuchter Mordprozess: lange Haftstrafen gefordert

Justizzentrum Aachen von außen

Waldfeuchter Mordprozess: lange Haftstrafen gefordert

Im Prozess um den Mord an einem 27-Jährigen aus dem Kreis Heinsberg hat die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht hohe Haftstrafen für alle vier Angeklagten gefordert.

Für die drei erwachsenen Angeklagten hat die Staatsanwaltschaft am Freitag (13.12.2019) eine lebenslange Haftstrafe beantragt. Für den damals 17 Jahre alten mutmaßlichen Mittäter forderte sie neun Jahre nach Jugendstraftrecht.

Besondere Schwere der Schuld beantragt

Marvin R., der 22-jährige Hauptangeklagte, habe den neuen Partner seiner Ex-Freundin aus dem Weg schaffen wollen, heißt es. Für ihn beantragte die Staatsanwältin die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld – eine Entlassung nach 15 Jahren würde dann ausgeschlossen. Die Verteidiger fordern deutlich niedrigere Strafen.

Prozess große Belastung für Angehörige

Für die Eltern des Opfers, die als Nebenkläger an dem Verfahren teilnehmen, ist der Prozess eine große Belastung: Sie haben Videoaufnahmen gesehen, die zeigen, wie ihr Sohn getötet wurde.

Stand: 13.12.2019, 15:44

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