Albanische Pflegerin darf in Düsseldorf bleiben

Albanische Pflegerin darf in Düsseldorf bleiben

  • Albanerin sollte abgeschoben werden
  • Caritas findet legales Schlupfloch
  • Fall hatte für viel Aufsehen gesorgt

Eine Albanerin, die trotz eines Ausbildungsplatzes abgeschoben werden sollte, darf in Zukunft doch in Düsseldorf leben. Das gab die Caritas am Dienstag (21.08.18) bekannt. Sie hatte eine Petition gegen die Abschiebung gestartet.

Schlupfloch: Freiwillige Rückkehr

Die Düsseldorfer Caritas hat ein legales Schlupfloch gefunden: Rolanda Lamnica wird im September freiwillig nach Albanien zurückkehren und von dort einen Visumsantrag stellen. Die Stadt Düsseldorf hat bereits signalisiert, dass sie der Einreise zustimmen wird.

Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt, weil bundesweit Pflegekräfte fehlen und Gesundheitsminister Jens Spahn deshalb Personal sogar aus Albanien rekrutieren wollte.

Der Fall Rolanda Lamnica

Vor drei Jahren floh Rolanda Lamnica aus Albanien nach Deutschland. Die studierte Hebamme begann im April 2018 eine Ausbildung als Altenpflegerin in Düsseldorf.

Eine verpasste Frist im Asylverfahren führte jedoch nach sieben Wochen zum Abbruch der Ausbildung und zur Abschiebung – ein Schock für sie und das Altenheim.

Die Caritas Düsseldorf setzte sich daraufhin stark für die 28-Jährige ein. Nun kann Rolanda Lamnica voraussichtlich im Herbst ihre Ausbildung fortsetzen.

Stand: 21.08.2018, 17:22

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