Insolvenz: Pfleger im Rhein-Erft-Kreis bangen um Jobs

Krankenpfleger begleitet Patienten

Insolvenz: Pfleger im Rhein-Erft-Kreis bangen um Jobs

  • Betreiber äußert sich auf Pressekonferenz zu Insolvenz
  • Stellenabbau kann nicht ausgeschlossen werden
  • Standorte in Brühl und Wesseling betroffen

Die 530 Mitarbeiter des Dreifaltigkeitskrankenhauses in Wesseling und der vier betroffenen Brühler Pflegeeinrichtungen haben Angst. Angst um ihre Zukunft, Angst um ihren Arbeitsplatz. Denn sie wissen nicht, wie es mit ihren Arbeitgebern weitergeht. Grund für diese Angst ist die Insolvenz des Krankenhausbetreibers Katharina-Kasper-ViaSalus GmbH mit Sitz in Dernach im Westerwald.

Fünf Standorte im Rhein-Erft-Kreis

Dreifaltigkeits-Krankenhaus Wesseling

Das Dreifaltigkeitskrankenhaus in Wesseling

Die Gesellschaft betreibt das Wesselinger Krankenhaus (362 Mitarbeiter) und auch das Dechant-Güttler-Haus (77 Mitarbeiter) sowie das Pfarrer-Paul-Schiffrath-Haus (78 Mitarbeiter) des Altenzentrums Johannesstift in Brühl. Auch die Tagespflege "An der Ziegelei" und die Häusliche Pflege des Johannesstifts in Brühl sind betroffen. An allen Standorten habe es mittlerweile Mitarbeiterversammlungen gegeben, teilt der vorläufige Sachverwalter von ViaSalus auf einer Pressekonferenz am Freitagmittag (01.02.2019) mit. Man wolle die Angestellten nicht mit ihren Sorgen alleine lassen und alles tun, um den Abbau von Stellen zu verhindern.

Schließungen nicht ausgeschlossen

Trotzdem: Die Betreibergesellschaft schließt auf der Pressekonferenz die Schließung und den Verkauf von Standorten nicht aus. Auch der Abbau von Personal sei möglich. Die ViaSalus GmbH hat bisher ein Defizit von 12 Millionen Euro im vergangenen Jahr verbuchen müssen. Die Gesellschaft rechnet jedoch damit, dass sich das Minus aufgrund von Risiken noch auf 20 Millionen Euro vergrößern könnte. Defizitär seien vor allem die Krankenhäuser, die Pflegeeinrichtungen hätten ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt, hieß es auf der Konferenz.

Plan für Sanierung bis Ende März

Bis Ende März soll jetzt ein Sanierungsplan ausgearbeitet werden. Bis dahin zahle die Agentur für Arbeit die Gehälter und Löhne der Angestellten. Der Betreiber ViaSalus war nach eigenen Angaben in wirtschaftliche Schieflage geraten, weil er in Bauprojekte investiert hat. Insgesamt betreibt die Gesellschaft mehr als 20 Einrichtungen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

Stand: 01.02.2019, 14:30