Rheinische Schützenvereine wollen an Pferden festhalten

Mehrere Pferde beim Neusser Schützenfest

Rheinische Schützenvereine wollen an Pferden festhalten

  • Schützen halten an Pferden bei Umzügen fest
  • Vereine in Düsseldorf und Mönchengladbach wollen Tradition erhalten
  • Karnevalisten wollen demnächst auf Kutschen verzichten

Die Schützenvereine in der Region wollen auch in Zukunft nicht auf Pferde bei ihren Umzügen verzichten. Das sagte die Interessengemeinschaft der Düsseldorfer Schützenvereine am Montag (07.05.2018) auf Anfrage des WDR. Auch der Bezirksverband Mönchengladbach-Rheydt-Korschenbroich der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften will die Tradition erhalten.

Nachdem es in den vergangenen Jahren immer wieder Unfälle mit Pferden bei großen Karnevalszügen gegeben hatte - zuletzt am Rosenmontag in Köln - hatte das Düsseldorfer Karnevalskomitee angekündigt, beim nächsten Rosenmontagszug aus Sicherheitsgründen auf Pferdekutschen zu verzichten.

Schützenumzüge mit Karneval nicht zu vergleichen

Die Schützenumzuge seien mit dem geballten Menschenauflauf am Rosenmontag allerdings nicht zu vergleichen, sagte die Interessengemeinschaft der Düsseldorfer Schützenvereine. Es würden keine Kamelle oder Ähnliches geworfen, was die Tiere erschrecken könnte. Auch in Mönchengladbach herrsche deutlich weniger Unruhe am Straßenrand.

Die meisten Reiter seien außerdem umfassend ausgebildet und die Pferde gehörten nicht nur aus Tradition sondern auch selbst als Kulturgut seit Langem zu den Umzügen dazu. Grundsätzlich müsse jeder Veranstalter die Themaik mit den örtlichen Behörden abklären, sagte Horst Thoren, Bezirksbundesmeister aus Mönchengladbach, gegenüber dem WDR.

Stand: 07.05.2018, 13:45