13 Pferde nach Infektion in Kleve eingeschläfert

Pferdeimpfung gegen das Herpes-Virus

13 Pferde nach Infektion in Kleve eingeschläfert

  • 13 Pferde in Kleve eingeschläfert
  • Herpesinfektionen nicht meldepflichtig
  • Impfung senkt das Risiko

Auf einem Pferdehof in Kleve sind vergangenen Monat 13 Tiere eingeschläfert worden, weil sie möglicherweise mit einem Herpesvirus infiziert waren.

Herpesinfektionen nicht meldepflichtig

Viele Reitsportveranstaltungen in der Region werden deshalb im Moment abgesagt; die Halter der Tiere fürchten eine Infektion. Zwar konnte das Herpesvirus bisher nicht nachgewiesen werden, die Indizien und Symptome sprechen jedoch dafür.

Das Veterinäramt des Kreises Kleve teilte dem WDR schriftlich mit: "Aufgrund des klinischen Erscheinungsbilds und der Stellungnahme der Tierärztlichen Hochschule Hannover geht der Kreis Kleve von einer Infektion mit dem equinen Herpesvirus aus, obwohl der Erreger bislang nicht nachgewiesen worden ist. Equine Herpesvirusinfektionen sind nicht anzeige- oder meldepflichtig. Deshalb ist es nicht Aufgabe der Veterinärbehörde, eine Sperre auszusprechen."

Virus nicht immer tödlich – Impfung mindert Risiko

Nicht alle infizierten Tiere sterben an dem Virus, anfälliger sind ältere und schwache Tiere. Das soll auch bei den Pferden auf dem betroffenen Hof in Kleve so gewesen sein. Bei jungen, gesunden Tieren führt das Virus vor allem zu Abgeschlagenheit, trächtige Stuten verlieren ihre Fohlen. Tierärzte empfehlen deshalb den Pferdehaltern, ihre Tiere zu impfen – besonders dann, wenn diese auf Turniere oder Ausstellungen gehen sollen.

Stand: 09.12.2019, 19:42

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