Dialog mit Russland: Petersburg auf dem Petersberg

Auferstehungskirche in St. Petersburg und Petersberg am Rhein

Dialog mit Russland: Petersburg auf dem Petersberg

  • Deutsch-russisches Treffen
  • Dialog in der Krise
  • Hochrangige Teilnehmer

Am Donnerstag (18.07.2019) startet auf dem Petersberg bei Bonn der "Petersburger Dialog". Die Namensähnlichkeit zum Veranstaltungsort ist dabei reiner Zufall: Das deutsch-russische Diskussionsforum wurde bereits 2001 vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und dem russische Präsidenten Vladimir Putin ins Leben gerufen. Der Name bezieht sich auf den ersten Tagungsort Sankt Petersburg.

Hochrangiges Treffen

Mit Ausnahme von 2014 - dem Höhepunkt der Krim-Krise - haben sich seit 2001 jedes Jahr rund 200 Teilnehmer aus beiden Ländern zum Petersburger Dialog getroffen: in deutschen und russischen Städten. Eingeladen sind unter anderem hochrangige Vertreter von Politik, Wirtschaft, Kultur.

Finanziert wird das Treffen von verschiedenen Stiftungen und Wirtschaftsunternehmen beider Länder sowie von der Bundesregierung und der Regierung der Russischen Föderation. Auf deutscher Seite führt Ronald Pofalla (CDU) den Vorsitz.

Bilaterale Gespräche geplant

Vor dem Hintergrund der gespannten politischen Atmosphäre zwischen Deutschland und der Russischen Föderation kommt dem Treffen seit einigen Jahren eine besondere Bedeutung zu.

Am Rande des Dialogs wollen sich am Donnerstagnachmittag auch Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) und sein russischer Kollege Sergej Lawrow zu einem Gespräch über die beiderseitigen Beziehungen treffen.

In verschiedenen Arbeitsgruppen zu Themen wie Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sollen gemeinsame Interessen ausgelotet und Projekte initiiert werden.

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WDR 5 Morgenecho - Interview 14.05.2019 06:28 Min. Verfügbar bis 12.05.2020 WDR 5

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Russland sperrt Teilnehmer aus

Reine Wohlfühl-Veranstaltungen sind die Petersburger Dialoge nicht. Beim Treffen in Moskau 2018 hatte die russische Seite für einen Eklat gesorgt, als sie der deutschen Delegierten Stefanie Schiffer das Visum verweigerten.

Der Grund: Schiffer ist auch Vorsitzende der Wahlbeobachtungsorganisation EPDE, die kurz vor den russischen Präsidentschaftswahlen zur "unerwünschten Organisation" erklärt worden war. Die deutsche Seite wollte damals eine Eskalation vermeiden: Das Forum fand ohne Schiffer statt.

Stand: 18.07.2019, 13:04