Angespannte Stimmung in der Düsseldorfer Verwaltung

Personalversammlung der Stadt Düsseldorf

Angespannte Stimmung in der Düsseldorfer Verwaltung

  • Knapp 4.000 Beschäftige zur Personalversammlung gekommen
  • Folgen des Stellenabbaus: Zeitdruck, Überbelastung und Konflikte
  • OB Thomas Geisel: Offene Stellen werden schnell besetzt

Angespannte Stimmung bei der alljährlichen Personalversammlung der Stadt Düsseldorf. Knapp 4.000 der insgesamt über 9.000 Beschäftigten in der Verwaltung waren am Dienstag (13.03.2018) in die Mitsubishi-Electric-Halle gekommen, um vor allem über die Konsequenzen des Sparprogramms zu diskutieren.

2020 rund 20 Prozent weniger Mitarbeiter

Den Beschäftigten der Stadtverwaltung geht es um Zeitdruck, Überbelastung, Stress und Konflikte. Das seien aus ihrer Sicht die Konsequenzen des Stellenabbaus, die heute deutlich zu spüren sind.

Oberbürgermeister Thomas Geisel plante vor rund einem Jahr die Verwaltung umzubauen. Infolgedessen sollten bis zum Jahr 2020 insgesamt 20 Prozent Mitarbeiter entlassen werden.

Erhebliche Einschränkungen für die Bürger

Der Personalrat der Stadtverwaltung betonten auf der Personalversammlung, dass noch etwa 1000 Stellen nach dem umfangreichen Einsparprogramm der Verwaltungsspitze unbesetzt sind.

Robert Wollborn-Schönfeld, Vorsitzender des Personalrats: "Wir haben immer wieder Situationen, wo einfach völlig Land unter ist. [...] Wartezeiten verlängern sich. Das kommt wieder immer vor. Im Bereich des Einwohnerwesen, des Kfz-Zulassungswesens oder im Bereich des Sozialamts - wenn es darum geht, Anträge zu bearbeiten."

OB Geisel will offene Stellen schnell besetzen

Auf die Vorwürfe des Personalrats reagierte Oberbürgermeister Thomas Geisel: "Wir haben jetzt mittlerweile - wo "Verwaltung 2020" nahezu abgeschlossen ist - weitestgehend die Ämter zertifiziert. Mit der Folge, dass auch nachbesetzt werden kann. Es ist manchmal in der Tat so, dass es schwierig ist, [...] qualifiziertes Personal zu finden."

Stand: 13.03.2018, 17:57