Pendler-Ärger mit RE 13

Pendler-Ärger mit RE 13

  • Vorwurf: Züge zu voll und unpünktlich
  • Wuppertaler Bürgermeister schreibt Brief
  • Eurobahn-Betreiber gelobt Besserung

Für viele Pendler im Bergischen Land sind die Zustände im RE 13, dem sogenannten Maas-Wuppertal-Express, seit Monaten ein Ärgernis. Zu voll, zu unpünktlich – das sind die Hauptgründe für Beschwerden über den RE 13. Die Fahrgäste bekommen jetzt Unterstützung aus der Politik.

RE 13 wichtig für Pendler zwischen Wuppertal und Düsseldorf

Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke (SPD) macht sich jetzt für die enttäuschten Zugnutzer stark. In einem Schreiben vom Montag (19.11.2018) wendet sich Mucke an den Betreiber der Bahnlinie, das Unternehmen Keolis. „Die Eurobahn-Linie ist für die Stadt Wuppertal in der starken Pendlerrelation Wuppertal-Düsseldorf von großer Bedeutung, um mehr Menschen zum Umsteigen vom Auto auf Bus und Bahn zu motivieren," schreibt Mucke. Würden die Betriebsprobleme weiter andauern, würde das dem gesamten System ÖPNV schaden.

Häufig nur einfache Züge eingesetzt

Als Grund für die negativen Zustände macht der Oberbürgermeister eine reduzierte Zuglänge aus. Statt doppelter Zuglänge würde nur eine einfache eingesetzt. Das führe dazu, dass ältere oder gehbehinderte Fahrgäste oder Familien mit Kindern in überfüllten Wagen stehen müssten. Fahrgäste würden oft gar nicht mitgenommen und müssten auf den nächsten Zug warten.

Eurobahn-Betreiber ist sich Problemen bewusst

Zu den Vorwürfen Muckes erklärt eine Unternehmenssprecherin von Keolis: „Wir nehmen die Sachlage sehr ernst und können die Enttäuschung von Fahrgästen, Partnern sowie Verbänden nachvollziehen." Wegen Sicherheitsprüfungen stehen momentan weniger Fahrzeuge zur Verfügung. Um diese Lücken zu schließen hat Keolis Leihfahrzeuge organisiert. Außerdem plant das Unternehmen mehr Personal einzustellen.

Stand: 20.11.2018, 16:22