Mit unterdrückter Nummer: Papst Franziskus ruft Kölner Priester an

Mit unterdrückter Nummer: Papst Franziskus ruft Kölner Priester an

"Hier spricht Papa Francesco!" Mit diesen Worten hat sich Papst Franziskus bei einem Kölner Priester gemeldet. Und der konnte es kaum glauben.

Der Priester Regamy Thillainathan dachte zuerst, seine Mutter würde ihn anrufen, als er in einer Zoom-Konferenz eine unterdrückte Nummer auf seinem Handy sah. Doch dann meldete sich niemand anders als das Oberhaupt der katholischen Kirche.

Eigentlich wollte er den Anruf nur kurz annehmen, und sagen, dass er zurückruft. Bei der Person am anderen Ende der Leitung ging das aber nicht, weil sich Papst Franziskus persönlich meldete. Der Kölner Geistliche konnte es kaum fassen.

"Ich dachte, es wäre eine Veräppelung von Freunden. Es gibt einige in meinem Freundeskreis, die können ganz gut imitieren. Und das wäre nicht das erste Mal gewesen, dass sie mich veräppelt hätten", sagte der Kölner Priester dem WDR.

Antwort auf persönlichen Brief

Ende Oktober war Thillainathan dem Papst in Rom nach einem Gottesdienst begegnet und hatte ihm dort einen persönlichen Brief überreicht. Zeilen, die bei Franziskus offenbar Eindruck hinterlassen haben.

"Der Heilige Vater ist sehr schnell auf die Zeilen in dem Brief eingegangen. Und das wusste ich: Es kann nur der Papst sein", sagte Thillainathan, der in Köln im Referat für geistliche Berufe arbeitet.

Priester vom Papst beeindruckt

"Ihm ging es ganz konkret um meine Person und meine Anliegen. Und das finde ich beeindruckend. Das sich der Papst bei all den Herausforderungen noch Zeit nimmt für diese einzelnen Begegnungen." Am Ende des Gesprächs habe er ihn noch gebeten, den Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki zu grüßen.

Stand: 12.11.2020, 20:35