Hoffnung für Papierfabrik Zanders in Bergisch Gladbach

Blick auf eine Produktionshalle der Papierfabrik Zanders.

Hoffnung für Papierfabrik Zanders in Bergisch Gladbach

Von Jens Gleisberg

Die angeschlagene Papierfabrik Zanders in Bergisch Gladbach kann ihre Arbeit womöglich fortsetzen. Der Insolvenzverwalter will das Gelände weiter von der Stadt pachten.

Es geht um knapp 400 Mitarbeiter und deren Arbeitsplätze und drei Beteiligte, die darüber entscheiden: Die Stadt, der das Grundstück gehört. Der Insolvenzverwalter, dem die Maschinen gehören. Und ein Investor, der die Produktion betreibt.

Der Investor muss gegenüber der Stadt offenlegen, ob genug Geld vorhanden ist, um Zanders weiter zu betreiben. Denn sonst macht es aus Sicht der Stadt keinen Sinn, das Grundstück weiter zu verpachten.

Neuer Stadtteil wäre Alternative

Die Stadtverwaltung will jetzt an den Verhandlungstisch mit dem Insolvenzverwalter und dem Investor zurückkehren. Dazu soll aber zunächst die Politik einen Auftrag an das Bürgermeisterbüro erteilen.

Zanders nutzt nur noch einen Teil des riesigen Geländes in der Bergisch Gladbacher Innenstadt. Die Stadt macht sich in Workshops mit den Bürgern darüber Gedanken, wie es dort alternativ weitergehen könnte. Mit und auch ohne Zanders.

Entstehen könnte ein neuer Stadtteil für Büros, Wohnen, Gewerbe und großzügigen Grünflächen. Dass bereits über ein Ende der Zanders-Produktion in Bertgisch Gladbach hinaus geplant wird, hatte für heftige Kritik des Betriebsrates gesorgt.

Stand: 22.01.2021, 12:02