Neubaugebiet in Herzogenrath wegen Explosionsgefahr abgesperrt

Ein Feuerwehrwagen und Einsatzkräfte bei dem Einsatz in Herzogenrath

Neubaugebiet in Herzogenrath wegen Explosionsgefahr abgesperrt

  • Panne bei Geothermiebohrung in Herzogenrath
  • Zeitweilige Explosionsgefahr wegen Methangas
  • Loch wird wieder verfüllt

Bei einer Geothermiebohrung in Herzogenrath-Kohlscheid hat es am Dienstagabend (05.03.2019) eine Panne gegeben. Weil Methangas aus einem Bohrloch ausströmte, hat die Feuerwehr ein Neubaugebiet vorübergehend abgesperrt. Es bestand Explosionsgefahr.

Bohrungen waren genehmigt

Einsatzkräfte bei dem Einsatz in Herzogenrath

Feuerwehr begutachtet Bohrung

Ein Hausbesitzer hatte eine Spezialfirma mit den Bohrungen beauftragt, weil er sein Haus mit Erdwärme beheizen wollte. In der Tiefe von knapp 70 Metern stießen die Mitarbeiter auf das Methangas. Es stammt möglicherweise aus einem ehemaligen Bergbauschacht, der sich eventuell unter dem Haus befinden könnte. Die Bohrung war zuvor von den Behörden genehmigt worden.

Heizen mit Erdwärme nicht möglich

Den Wunsch nach Heizen mit Erdwärme wird sich der Hausbesitzer wohl abschminken müssen. Das Bohrloch wird zuerst mit Tonpellets verfüllt und dann mit einem Betondeckel versehen. Neue Bohrungen soll es nicht mehr geben. Mittlerweile wurde das Bergamt in die Ermittlungen eingebunden.

Ehemaliges Steinkohleabbaugebiet

Das Aachener Revier gilt als das älteste Steinkohlenrevier Europas. Seit rund 900 Jahren war auf dem Gebiet der heutigen Stadt Herzogenrath Steinkohle abgebaut worden. Dort soll es an die 630 Schächte gegeben haben.

Stand: 06.03.2019, 11:56