Fest der Begegnungen: Ukrainisch-orthodoxe Osterfeier in Solingen

Stand: 24.04.2022, 17:39 Uhr

In Solingen haben am Sonntag mehrere tausend Gläubige aus der Ukraine das orthodoxe Osterfest gefeiert. Unter ihnen viele, die vor dem Krieg in ihrem Land geflüchtet sind. Die orthodoxen Christen feiern Ostern später, weil sie traditionell noch nach dem julianischen Kalender rechnen.

Zwei Kinder bemalen Ostereier zum Orthodoxen Osterfest

Kinder bemalen Ostereier in ukrainischen Landesfarben

Der Verein Güterhallen e.V. hatte das Osterfest in Solingen organisiert. Der Ort: der frühere Güterbahnhof mitten in der Stadt. Wo früher Waren umgeschlagen wurden, sind längst Ateliers und Cafés entstanden. Auf der Straße davor standen diesmal Hüpfburgen für Kinder, eine kleine Bühne und viele Stände.

Ökumenischer Gottesdienst zum Osterfest

Zwei Geistliche halten einen Gottesdienst draußen auf einer Bühne.

Gottesdienst mit Dekan Volodymyr Chaka

Zum Gottesdienst auf dem Vorplatz des alten Güterbahnhofs war der Dekan der ukrainisch-orthodoxen Kirche aus Köln, Volodymyr Chaka, gekommen. Er segnete das Ostergebäck, das die meisten Familien zum Ostersonntag mitgebracht hatten. Eine Solinger Bäckerei hatte zusätzlich 400 Osterbrote nach ukrainischem Rezept gebacken. Für einige Besucher waren das ergreifende Momente. Manche Frauen hatten Tränen in den Augen. Sie waren erst vor wenigen Wochen aus der Ukraine ins Bergische Land geflüchtet.

Viele Gastfamilien als Begleitung

Viele der Geflüchteten wurden von Gastfamilien begleitet, die seit Beginn des Krieges Wohnungen und Zimmer zur Verfügung stellen. Auch sie konnten sich beim orthodoxen Ostersonntag austauschen, Tipps geben und Erfahrungen teilen. Das alles unter einem strahlend blauen Himmel in Solingen. Ein Stück Tradition, Fest des Glaubens und Tag der Begegnungen.

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