Oper und Schauspielhaus in Köln: Sanierung dauert länger

Baustelle des Opernhaus und das Schauspiel Köln

Oper und Schauspielhaus in Köln: Sanierung dauert länger

  • Kosten steigen auf 571 Millionen Euro
  • Neuplanung von Klima- und Lüftungstechnik nötig
  • Prognosen "recht sicher"

Die Sanierung und der Neubau der Kölner Bühnen am Offenbachplatz werden noch mindestens bis zum Jahr 2023 dauern. Das haben der technische Betriebsleiter der Bühnen und die Kölner Oberbürgermeisterin angekündigt.

Kosten steigen weiter

Am Nachmittag haben sie die Kulturpolitiker der Stadt darüber informiert. Bei der Sitzung wurde auch klar, dass die Kosten weiter steigen werden. Derzeit rechnet die Bauleitung mit Gesamtkosten in Höhe von 571 Millionen Euro. Ursprünglich geplant waren vor Baubeginn im Jahr 2012 einmal 253 Millionen Euro.

Die Sanierung der Sanierung der Bühnen Köln

WDR 3 Kultur am Mittag 16.01.2019 07:32 Min. Verfügbar bis 16.01.2020 WDR 3

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Die erste Premiere im neuen Opernhaus hätte bereits im November 2015 gespielt werden sollen. Mehrfach mussten die Architekten aber umplanen, weil die Bausubstanz aus dem Jahre 1953 maroder ist, als vorher gedacht. Teurer wird es aber auch, weil viel neue Technik in die denkmalgeschützten Gebäude eingebaut wird.

Pläne für technische Einbauten mussten neu erstellt werden

Baustelle an Opern- und Schauspielhaus, Köln

Die Sanierung kostet mehr Geld

Dabei sind aber offensichtlich große Fehler gemacht worden. Kabelschächte versperren jetzt den Einbau der Brandschutztechnik, Lüftungsklappen lassen sich nicht öffnen, Türen gehen nicht auf. Ein neues Planungsbüro hat in den vergangenen Monaten diese Fehler aufgearbeitet.

Insgesamt 5.500 einzelne Dokumente mussten zusammengetragen werden, um eine Prognose für den neuen Termin- und Kostenplan abgeben zu können. Die sei jetzt relativ sicher, sagte der Technische Betriebsleiter der Bühnen, Bernd Streitberger.

Stand: 25.06.2019, 16:30