Landwirte im Oberbergischen rüsten auf gegen Wölfe

Zwei Wölfe im Wald

Landwirte im Oberbergischen rüsten auf gegen Wölfe

  • Bauern wollen sich vor Wölfen schützen
  • Spezielle Zäune sollen Schafherden schützen
  • Wolfsexperten sind sich über Rückkehr uneinig

In Engelskirchen ist ein Schaf gerissen worden. Die Bauern vermuten, dass es ein Wolf gewesen sein könnte. Erst ein DNA-Test kann Gewissheit geben, ob der Täter tatsächlich ein Wolf, oder doch nur ein wildernder Hund war. Doch es dauert noch einige Wochen, bis die Ergebnisse des Tests vorliegen.

Bauern sorgen sich um ihr Vieh

Trotzdem, die Bauern sorgen sich. Neben der Trockenheit würden auch wieder Wölfe zum Problem bei der Weidenhaltung, sagt Landwirt Peter Schmidt aus Gummersbach. Er betreibt den "Klosterhof Bünighausen" und ist bei den "Biokreis Erzeugern NRW" für das Thema Wölfe zuständig. Auf seinem Hof stehen 25 Schafe, Kühe und Pferde, die er schützen möchte.

Erste Schutzmaßnahmen auf den Höfen

"Wir haben das erste Geld investiert, haben Wolfschutzzäune gesetzt. Wir wissen, Wolfschutzzäune sind nur ein erster Schutz", sagt Peter Schmidt. Aber auch diesen würden die Wölfe überwinden, es gebe keinen absoluten Schutz. Denn um den ganzen Klosterhof Bünighausen einzuzäunen, müsste er eine Viertel Million Euro investieren. Geld, das er nicht hat.

Wolf Meinerzhagen

Die Wölfe haben sich inzwischen in der Eifel angesiedelt und breiten sich weiter aus. Aber nur Teile des Kreises Oberberg liegen in der sogenannten Pufferzone, in der Landwirte Unterstützung für Schutzmaßnahmen bekommen können. Deswegen hofft Peter Schmidt darauf, dass der Wolf weiterzieht - oder dass es wenigstens eine Obergrenze an Wölfen geben wird.

Experten uneinig über Rückkehr des Wolfs

Seit Anfang des Jahres beobachten Naturschützer und Förster die Rückkehr der Wölfe in NRW. Ob sie sich aber auch im Oberbergischen Land ansiedeln, könne man nicht seriös vorhersagen, so die Experten. Grundsätzlich sei die Landschaft zu kleinteilig für die Rudeltiere.

Stand: 19.07.2019, 16:39