Erst essen, dann spenden: Hilfe für Obdachlose in NRW

Erst essen, dann spenden: Hilfe für Obdachlose in NRW

  • Kalte Jahreszeit gefährdet Obdachlose
  • Projekt "Hilf Mahl" in Düsseldorf gestartet
  • Mehr Schlafplätze auch für Hundebesitzer

Die Kälte kommt - und das Leben auf der Straße für Obdachlose wird noch schwieriger. In Düsseldorf haben dreizehn Restaurants deswegen am Freitag (01.11.2019) das Projekt "Hilf Mahl" gestartet.

Das Prinzip ist einfach: Wer in einem der Lokale Essen geht, wird danach vom Kellner um eine Spende gebeten. So soll Geld zusammenkommen, zum Beispiel für kostenlose Mahlzeiten. Eine Idee, die ursprünglich aus London kommt und in Hamburg und München schon umgesetzt wird.

Auch die Kommunen stellen sich auf die kalte Jahreszeit ein und stocken ihre Schlafplätze auf. In Köln sind es jetzt beispielsweise 82 mehr, in Münster bieten dreizehn Wohncontainer zusätzlich Platz, damit möglichst wenige Obdachlose auf der Straße schlafen müssen.

"Gute-Nacht-Bus" und Platz für Hunde

In Düsseldorf verteilt ein Verein mit dem sogenannten Gute-Nacht-Bus Decken, Kleidung und Schuhe. Viele Wohnungslose wollen nämlich gar nicht an spezielle Not-Schlafstellen vermittelt werden.

Grund: Sie haben Angst vor Diebstählen und Gewalt. Viele bleiben aber auch lieber auf der Straße, weil viele Unterkünfte keine Hunde erlauben, die aber für Betroffene oft ein wichtiger Begleiter sind. In Düsseldorf-Rath gibt es jetzt 60 neue Schlafplätze in einer Unterkunft, in der Hunde ausdrücklich erlaubt sind.

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Stand: 01.11.2019, 12:12