Düsseldorf gibt "büßende Maria Magdalena" zurück

Der Schriftzug «Museum Kunstpalast», augenommen am 31.03.2016 über dem Museumseingang in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen).

Düsseldorf gibt "büßende Maria Magdalena" zurück

Die Stadt Düsseldorf will das Gemälde "Die büßende Maria Magdalena" als "NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut" zurückgeben.

Das teilten der Düsseldorfer Kunstpalast, in dessen Bestand das Werk ist, und die Stadt am Mittwoch (05.12.2018) nach einem einstimmigen Beschluss des Kulturausschusses mit. Das Gemälde solle an die Nachfahren der jüdischen Berliner Verlegerfamilie Mosse zurückgegeben werden - konkret an die Nachfahren der Tochter, Felicia Lachmann-Mosse.

Rudolf Mosse war in der Weimarer Zeit ein einflussreicher Zeitungsverleger. Seine Tochter Felicia Lachmann-Mosse, die die Kunstsammlung ihrer Eltern geerbt hatte, musste 1933 mit ihrem Mann vor den Nazis in die USA fliehen. Ein Jahr später versteigerten die Nationalsozialisten ihr Vermögen, ohne dass die Familie am Erlös beteiligt wurde.

Geraubte Judaica - ein Spezialfall der Provenienzforschung

WDR 5 Scala - aktuelle Kultur | 19.06.2018 | 06:54 Min.

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Stand: 05.12.2018, 17:45