Urteil: Ex-BLB-Chef Tiggemann muss 2,1 Millionen Euro zahlen

Der ehemalige Geschäftsführer des Bau- und Liegenschaftsbetriebes des Landes Nordrhein-Westfalen

Urteil: Ex-BLB-Chef Tiggemann muss 2,1 Millionen Euro zahlen

  • Ex-BLB-Chef Tiggemann zur Zahlung von 2,1 Millionen Euro verurteilt
  • Land hatte 10,2 Millionen Euro Schadensersatz gefordert
  • Tiggemann bereits wegen Bestechlichkeit und Untreue zu Haft verurteilt

Das Land NRW hat im Schadenersatzstreit mit dem ehemaligen Chef des landeseigenen Baubetriebs BLB einen Teilerfolg erzielt. Der wegen Bestechlichkeit verurteilte Ferdinand Tiggemann ist zur Zahlung von 2,1 Millionen Euro verurteilt worden. Eigentlich hatte das Land 10,2 Millionen gefordert.

Informationen über Bauvorhaben verraten

Tiggemann soll Investoren gegen Schmiergeld Informationen zu Bauvorhaben verraten haben. Die schnappten sich daraufhin die Grundstücke und verkauften sie überteuert an den Landesbetrieb. Laut Ansicht des Landes NRW sei dies etwa beim Düsseldorfer Hochschulcampus und dem Kölner Polizeipräsidium passiert. So habe das Land in Köln acht Millionen Euro zu viel gezahlt, in Düsseldorf zwei Millionen. Der Richter des Landgerichts Düsseldorf hielt die Vorwürfe allerdings nur im Düsseldorfer Fall für nachvollziehbar.

Urteil noch nicht rechtskräftig

In der Summe enthalten sind auch 138.000 Euro Schmiergeld, die Tiggemann kassiert hatte. Der 70-Jährige war vor drei Jahren schon rechtskräftig wegen Bestechlichkeit und Untreue zu siebeneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Stand: 02.07.2020, 15:39

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