NRW-Freibäder setzen auf Sicherheitskräfte

Ein Mädchen steht am 30.06.2014 im Rheinbad in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) mit seinen gelben Schwimmflügeln am Beckenrand.

NRW-Freibäder setzen auf Sicherheitskräfte

Von Benjamin Sartory

  • Mehr als ein Drittel der Bäder setzt Sicherheitskräfte ein
  • Bäder beklagen Handgreiflichkeiten und Diebstähle
  • Ländliche Freibäder oft ruhiger

In NRW setzen viele Freibäder mittlerweile Sicherheitsdienste ein. Das hat eine landesweite Umfrage durch den WDR ergeben. Geantwortet haben 216 Bäder. Mehr als ein Drittel von ihnen gab an, Sicherheitskräfte zu beschäftigen.

Handgreiflichkeiten und Diebstähle

Anlass für die landesweite Recherche war die zweifache Räumung des Düsseldorfer Rheinbads am vergangenen Wochenende (29./30.06.2019), nachdem dort Hunderte Jugendliche aggressiv aufgetreten waren.

Auf die Frage nach kritischen Zwischenfällen nannten manche Bäder Handgreiflichkeiten und aggressive Stimmung, andere beklagten Vandalismus oder Diebstähle. Der schwerwiegendste Fall kam aus Gelsenkirchen. In einem dortigen Freibad hatte ein junger Mann kürzlich einen Kontrahenten mit einem Messer verletzt.

Da es zum Vergleich keine Umfrage aus früheren Jahren gibt, kann man nicht sagen, wie stark die Anzahl der Bäder mit Sicherheitsdiensten gestiegen ist. Allerdings haben einige der Befragten angegeben, dass sie die Sicherheitsdienste erst seit diesem Jahr einsetzen. Zum Beispiel Freibäder in Ahlen, Neuss und Bottrop.

Weniger Probleme auf dem Land

Wenn rund ein Drittel der Freibäder Sicherheitsdienste einsetzen, heißt das auch: Etwa zwei Drittel der befragten Anlagen tun das nicht. Aus der WDR-Umfrage geht hervor, dass es vor allem in vielen ländlichen Gebieten offenbar weniger Probleme gibt. In Südwestfalen und im Münsterland zum Beispiel kommen viele Freibäder ohne Sicherheitsdienste aus.

Die ganze Liste der befragten Bäder gibt es hier:

Kampfzone Freibad?

WDR 5 Tagesgespräch 04.07.2019 44:32 Min. Verfügbar bis 03.07.2020 WDR 5

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Stand: 05.07.2019, 06:00

Kommentare zum Thema

27 Kommentare

  • 27 Frank Mußbach 06.07.2019, 18:36 Uhr

    Nennt die Dinge doch endlich beim Namen und redet nicht irgend ein wirres Zeug. Es waren jugendliche vorwiegend aus Syrien und Nordafrika... Und nein, natürlich gab es bis vor ein paar Jahren überhaupt nirgendwo, nicht in Köln, nicht in Düsseldorf, nicht in Bottrop, nicht in Gelsenkirchen und auch nicht in Essen und Duisburg Sicherheitskräfte, die für Sicherheit und Ordnung sorgen mußten. Es gab nämlich auch nicht solche Jugendliche in diesem Land und schon garnicht in dieser Anzahl. Es gab nur ein paar Bademeister, auf die gehört wurde und die zumeist respektiert wurden. Manmanman....was glaubt ihr eigentlich, wen ihr vereimern könnt

  • 26 Anonym 06.07.2019, 09:59 Uhr

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  • 25 Sprichwort 06.07.2019, 07:43 Uhr

    Leider wird auch beim WDR die Ursache mal wieder nicht benannt.

  • 24 Horst 05.07.2019, 21:54 Uhr

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  • 23 Veritas 05.07.2019, 19:11 Uhr

    Die Lücken in der Berichterstattung sind zu offensichtlich, das geht doch sicher besser, wofür zahlt man den die Rundfunkgebühren? Ich erwarte dafür zumindest eine handwerklich hochwertige Problemverschleierung.

  • 22 Thorsten 05.07.2019, 14:37 Uhr

    Nettes und sehr "passendes" Bild für den Artikel ausgewählt. Dabei gab es doch so viele schöne Aufnahmen im Netz, welche die tatsächliche Quelle der Aggressionen klar und eindeutig gezeigt hat. Aber damit wäre natürlich auf einen Schlag klar gewesen was das eigentliche Problem ist und das wäre hier natürlich fehl platziert. Nicht dass man am Ende auch noch den Ursachen auf den Grund geht ......

  • 21 Gast 05.07.2019, 14:36 Uhr

    Die Berichterstattung ist wirklich ein Witz. Bloß gut das wir alle monatlich unsere Zwangsgebühren zahlen müssen um diese Art von schön reden zu finanzieren. Armes Deutschland.

  • 20 Gast 05.07.2019, 14:19 Uhr

    Klar Yvonne, rede es dir nur schön.

  • 19 Markus Meyer 05.07.2019, 14:16 Uhr

    Ich bin oft genug im Freibad und muss sagen was sich da in den letzten 3-4 Jahren entwickelt hat ist ein Spiegel der Gesellschaft! Nafri Banden die wissen das ihre Handlungen eh nicht bestraft werden Verhalten sich als wenn es in unserem Land keine Regeln und Verhaltensweisen gibt. Absolut Aggressiv und keine Bereitschaft sich anzupassen, da bleibt dann nur noch mit Sicherheitsdiensten zuarbeiten da die Polizei soviel Arbeit garnicht stemmen kann.

  • 18 Yvonne 05.07.2019, 13:45 Uhr

    Jaja, jetzt schreien sie wieder gegen Auslãnder und Migranten, wie auch schon in der Silvesternacht. Dabei sind junge deutsche Männer genauso aggressiv. Ein falsches Wort und sie gehen aufeinander los. Oder beschimpfen sich im Straßenverkehr. Oder prügeln sich auf dem Fußballplatz. Und Frauen konnten noch nie sicher nachts in Deutschland über die Straße gehen.

    Antworten (2)
    • Atze 05.07.2019, 16:17 Uhr

      @Yvonne, seit gut 60 Jahren besuche ich im Sommer Freibäder. Klar ist, da fallen auch junge deutsche Männer auf. Sie fallen jedoch nicht so auf, wie bestimmte junge Männer die erst seit geraumer Zeit unsere Welt mit uns teilen. Ich bin in der Flüchtlingshilfe tätig und mir dreht sich der Magen, wenn ich so manchen sehe, dem ich am Morgen in der Hilfeeinrichtung begegnet bin und dann ansehen muss, wie er am Nachmittag mit seinen Kumpeln den Gockel im Freibad gibt. Ein junges Mädchen möchte ich dort nicht sein, dann würde ich mich bei der vielen, deutlich gezeigten distanzlosen Zuneigung mehr als herzlich bedanken.

    • Sven 05.07.2019, 21:11 Uhr

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  • 17 EinVater 05.07.2019, 13:43 Uhr

    Hhmh, ist doch merkwürdig, wenn ich die Kommentrae hier lese, gibt es doch 100% Übereinstimmung über die Ursachen und Gründe der Probleme. Und in erster Linie den Wunsch, diese offen zu benennen. Das können doch nicht alles nur AFD-Bots sein....? Warum lese ich dann gleichzeitg an anderer Stelle, dass "die Deutschen" angeblich mehr Angst vor "Rechts" als vor Kriminalität und Auftreten von Migranten haben? Klima und "Rechts" wird gehypt, um bloß nicht den rosa Elefanten wahrnhemen zu müssen.