Norovirus in Wuppertaler Kliniken ausgebrochen

Elektronenmikroskopische Aufnahme von Noroviren

Norovirus in Wuppertaler Kliniken ausgebrochen

  • Petrus Krankenhaus und Tannenhofstiftung betroffen
  • Geplante Operationen teilweise verschoben
  • 74 Ansteckungsfälle

Das Norovirus hat in zwei Wuppertaler Krankenhäusern zu vorübergehenden Aufnahmestopps geführt. Drei Reha-Stationen des Petrus Krankenhauses und eine Station der evangelischen Tannenhofstiftung waren betroffen.

Hygienemaßnahmen verschärft

Durch den hohen Flüssigkeitsverlust ist das hochansteckende Norovirus gerade für ältere und geschwächte Menschen gefährlich und muss behandelt werden. Die Krankenhäuser haben deswegen geplante Operationen zum Teil verschoben und den Hygiene-Standard beim Personal und bei den Besuchern verschärft.

Das Schlimmste überstanden

Das Petrus-Krankenhaus betont, dass es jedoch zu keinem Zeitpunkt Grund zur Beunruhigung gegeben habe. Es habe sich bei der Schließung der Stationen lediglich um eine Vorsichtsmaßnahme gehandelt. Inzwischen konnten zwei der betroffnen Stationen im Petrus-Krankenhaus wieder öffnen. Geplante Eingriffe können dort wieder stattfinden.

Mehr Infektionen als im Vorjahr

Bislang wurden dem Gesundheitsamt Wuppertal im November 74 Fälle gemeldet, sagte eine Sprecherin am Dienstag (19.11.2019). Das sind deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum, laut Gesundheitsamt liegt das aber im normalen Schwankungsbereich. In Remscheid gab es bisher Meldungen aus zwei Kindergärten. Krankenhäuser und Altenheime sind dort noch nicht betroffen.

Stand: 19.11.2019, 14:23