Lokführer krank: Zugausfälle bei Nordwestbahn

Sennebahn in Hövelriege

Lokführer krank: Zugausfälle bei Nordwestbahn

  • Ausfälle bei der Nordwestbahn halten an
  • Zugverkehr besonders im Ruhrgebiet betroffen
  • Zehn Prozent der Lokführer krank
Kommentare (11)

Betroffen von den Zugausfällen, die am Montag (14.01.2019) den ganzen Tag andauern sollten, waren unter anderem Verbindungen von und nach Düsseldorf, Duisburg und Oberhausen. Auch in Richtung Niederrhein sowie ins Münsterland wurden Verbindungen gestrichen. Teilweise wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Insgesamt fielen laut Informationen auf der Homepage der Nordwestbahn über 50 Verbindungen aus. Die Nordwestbahn bittet ihre Fahrgäste, sich vor der Reise im Internet über mögliche Ausfälle zu informieren.

VRR verärgert

Ein Sprecher des zuständigen Verkehrsverbund Rhein-Ruhr zeigte sich am Montag verärgert und fassungslos über die Situation. Der Verband habe die Nordwestbahn aufgefordert, kurzfristig zumindest verlässlich Busse zwischen den Bahnhöfen einzusetzen.

Eine Abmahnung der Privatbahn würde die aktuellen Probleme nicht lösen, man werde aber ernsthaft mit dem Unternehmen über Konsequenzen reden. Allerdings gebe es grundsätzliche Probleme in der Branche.

Viele Lokführer sind erkrankt

Grund für die Ausfälle ist Personalmangel: Rund zehn Prozent der über hundert Lokführer hätten sich krank gemeldet, berichtete ein Sprecher der Nordwestbahn. Schon am Wochenende waren deshalb viele Zugfahrten am Niederrhein und im Ruhrgebiet ausgefallen.

Um den Personalmangel in den Griff zu bekommen, will die Nordwestbahn Lokführer über eine Zeitarbeitsfirma akquirieren. Das Verfahren läuft nach Angaben des Sprechers noch. Bereits zwischen Weihnachten und Neujahr hatte es krankheitsbedingt Einschränkungen im Bahnverkehr der Nordwestbahn gegeben.

Stand: 14.01.2019, 11:51

Kommentare zum Thema

11 Kommentare

  • 11 Stefan K 15.01.2019, 12:19 Uhr

    Beim VRR funktioniert nur die jährliche Preiserhöhung zum 1.1. zuverlässig. Sich für den Kunden einsetzen? Oder sich drum kümmern? Das wäre ja Kundenfreundlich. Eigentlich sollten uns der VRR und die Verkehrsbetriebe noch Geld auszahlen, damit man die benutzt.

  • 10 Bahner 14.01.2019, 22:02 Uhr

    Warum denn nur die Langzeitberichte über die Nordwestbahn? Heute steht z.B. in der Tageszeitung (Kölnische Rundschau), dass die S11 auch teilweise wegen kranken Personal ausfällt, außerdem wegen Wartungsstau teils nur verkürzt - 1 statt 2 Triebwagen - fährt.

  • 9 hanimann 14.01.2019, 20:41 Uhr

    Wenn ich Lese:der VRR zeigt sich fassungslos und bla bla bla... ,dannkommt mir das Kotzen.... so viele Eimer voll könnte ich füllen.....

  • 8 Rainer Zwilling 14.01.2019, 19:28 Uhr

    Der Nord West Bahn gehören die Verträge gekündigt, denn diese Gesellschaft ist nicht in der Lage, die Verträge zu erfüllen und machen mit ihren stündigen zugausfällen den Nahverkehr kaputt

    Antworten (1)
    • Edgar WarEs 15.01.2019, 06:37 Uhr

      Oja, fristlos am besten. (ironie) Das löst die Probleme zwar auf beiden Seiten nicht aber ja kann man machen. Der Zugverkehr kommt komplett zum erliegen weil auch die DB oder ein anderes Bahnunternehmen nicht mal schnell Personal aus den Ärmel schütteln kann und unterm Strich wird es für alle teurer. Natürlich hat sich die Nordwestbahn vertraglich verpflichtet diese zu erfüllen aber wenn das Personal dafür erkrankt ist, ist irgendwann das Limit erreicht.

  • 7 Superfahrer.... 14.01.2019, 19:25 Uhr

    Ich bin mit dem Unternehmen Eisenbahn fertig.Unpünktlich,Zugausfälle.keine Infomation.Teuer...Esgibt nur noch das Auto.Zuverlässig und keine Probleme...

  • 6 DB Mitarbeiter 14.01.2019, 18:52 Uhr

    Der VRR hat diese Pleite verdient.Man sollte die verantwortlichen (vrr) zur Rechenschaft ziehen.Aber stink mal gegen einen Misthaufen.

  • 5 Anonym 14.01.2019, 18:49 Uhr

    Das kommt davon wenn der VRR den supergünstigen Anbieter nimmt.

  • 4 Nottenbohm 14.01.2019, 17:30 Uhr

    Das ist das Ergebnis, wenn man an Billiganbieter vergibt, die ihre Angebote wegen einer Personalplanung mit falschen Zuschlägen für "Urlauber und Kranke" abgeben. Das wird in Zukunft bestimmt noch schlimmer.

  • 3 Müller 14.01.2019, 12:19 Uhr

    Ist doch klar das keiner den Job machen will. Viel zu geringe Bezahlung fast jedes Wochenende arbeiten. Da geht man lieber zu VW BMW und andere große Firmen. Das verdient man das doppelte. Sogar im privaten Güterverkehr verdient man das doppelte. Die Firmen sollte entlich mehr Geld an die Lokführer und Schaffner bezahlen dann würden sie auch Personal kriegen. Denn wer nur mit Bananen zahlt kann auch nur Affen kriegen.

    Antworten (1)
    • GTHFAN2311 15.01.2019, 23:03 Uhr

      Lokführer sind also ihrer Auffassung nach Affen ?! Schämen sie sich nitcht ??? Bin selber Lokführer, zwar nicht bei der NWB aber bei einem anderen priv. EVU. Schuld ist m.E. der VRR bzw die Verk.verbünde.

  • 2 Pendler 14.01.2019, 12:15 Uhr

    Bei zukünftigen Ausschreibungen muss als Bestandteil nachgewiesen werden, wie ein Unternehmen in einer solchen Situation die vertraglichen Leistungen aufrecht erhält. Die Zeitarbeitsfirmen wurden nur wegen des geschmählerten Profits nicht zeitnah eingeschaltet. AUsserdem: Da zeigt sich wieder, dass auf dem Land (wo Familien sich ein Leben als Doppelverdiener noch leisten können) die Mobilität im Zweifel nur mit dem AUTO (Autos) gewährleistet ist. V a wenn man einen Job ohne Gleitzeit hat und auf Kinderbetreuung angewiesen ist.

  • 1 Anonym 14.01.2019, 11:25 Uhr

    Mangelnde Informationen für den Bahnfahrer sind ein echtes Ärgernis. Nicht alle Bahnbenutzer können sich per Handy informieren und stehen ratlos am Bahnsteig bei derzeit sehr unangenehmen Wetter. M.E. hat der hohe Krankenstand wohl Gründe, die im Unternehmen selbst begründet sind, da eine Grippewelle oder Ähnliches nicht vorliegen. Die betroffenen Strecken sollten wieder von der DB bedient werden und gerade im ländlichen Bereich zuverlässig befahren werden.

    Antworten (1)
    • COLAMAN 14.01.2019, 21:41 Uhr

      DB. Das ich nicht lache. Die stellen auch nur noch Personal ein, was mit Eisenbahn nichts zu tun hat, besohlen husch husch und wundern sich, dass es nicht passt. Bezahlt werden nur die hohen Manager wie Fürsten. Die predigen Wasser zu trinken und saufen nur Wein. Sprich: fahren S-Klasse statt S-Bahn Wünscht Euch nicht die DB. Jagt die Besteller durch das Land. Setzt Euch bei Euren Verkehrsdezanenten in die Rathäuser. Die wahren Schuldigen sind die Bestellen. VRR, Regionen, Kreise...