Niedrigwasser: Bund erlaubt Zugriff auf Ölreserve

Frachtprobleme bei Niedrigpegel WDR aktuell 23.10.2018 02:46 Min. Verfügbar bis 23.10.2019 WDR

Niedrigwasser: Bund erlaubt Zugriff auf Ölreserve

  • Erdöl-Reserve wird angezapft
  • Bundesregierung erlaubt Zugriff
  • Lieferengpässe überbrücken

Wegen des niedrigen Wasserstands im Rhein hat die Bundesregierung dem Regierungsbezirk Köln den Zugriff auf Treibstoff aus der Erdöl-Reserve Deutschlands erlaubt. Grund sei, dass das Niedrigwasser die Versorgung der Wirtschaft gefährde, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag (26.10.2018).

Landes-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) begrüßte die Entscheidung. "Ich sehe nicht, dass wir uns Sorge machen müssen, und halte das für eine sehr pragmatische Entscheidung." Zudem werde mit der Entscheidung eine zusätzliche Belastung von Straßen und Gleisen verhindert, auf denen es sowie schon viele Staus gebe.

Zugriff auf Reserven ist beschränkt

Die Erlaubnis beschränkt sich für NRW auf Vorratslager für Diesel und Benzin im Regierungsbezirk Köln, sowie auf Treibstoff für Flugzeuge in den Vorratslagern Gelsenkirchen, Hünxe im Kreis Wesel, Köln-Godorf und Wesseling.

Um im Krisenfall kurzfristige Lieferengpässe bei der Produktion von Heizöl und Kraftstoffen zu überbrücken, sieht ein Gesetz eine Reserve vor. Die Umsetzung regelt der Erdölbevorratungsverband (EBV) als Körperschaft des öffentlichen Rechts. Das Wirtschaftsministerium darf die Vorräte freigeben, um Störungen in der Energieversorgung zu verhindern oder zu beheben.

Stand: 26.10.2018, 15:15