Mutmaßliche Geldautomaten-Sprenger in den Niederlanden gefasst

Auf dem Foto ist ein Gebäude, von dem ein nicht mehr identifizierbarer Teil zerstört wurde. Dort war nämlich vorher der Geldautomat.

Mutmaßliche Geldautomaten-Sprenger in den Niederlanden gefasst

Weil sie Geldautomaten zum Üben bestellt haben, sind jetzt mutmaßliche Geldautomaten-Sprenger aufgeflogen. Rund 15 Mal sollen sie unter anderem in Düsseldorf und am Niederrhein zugeschlagen haben.

Die groß angelegte Durchsuchungsaktion am Dienstag war das Ergebnis von rund 18 Monaten Ermittlungsarbeit auf deutscher und niederländischer Seite.

Geldautomaten zum Trainieren bestellt

Die Verdächtigen waren den Ermittlern aufgefallen, weil sie Geldautomaten bestellt hatten - wohl um die Sprengungen in einer Art Trainingszentrum zu üben. Die Durchsuchungsaktion fand im Raum Amsterdam, Utrecht und Den Haag statt. Unterstützt wurden die Behörden dabei auch von den EU-Organisationen Eurojust und Europol.

Auch mobiles Blaulicht und Spreng-Utensilien sichergestellt

Insgesamt wurden 23 mutmaßliche Täter ermittelt, neun Beschuldigte sitzen jetzt in U-Haft, drei sollen nach Deutschland ausgeliefert werden. Über 20 elektronische Kommunikationsgeräte, zahlreiche Datenträger und Speichermedien, Täterbekleidung, Spreng-Utensilien, eine Geldzählmaschine sowie ein mobiles Blaulicht konnten sichergestellt werden.

Auf das Konto dieser Gruppe soll ein Schaden von mehreren Millionen Euro gehen. Die Ermittler hoffen jetzt, auch mehr über die kriminellen Strukturen von Automaten-Sprenger-Banden herauszufinden.

Mutmaßliche Täter großräumig unterwegs

Die Sprengungen ereigneten sich allesamt im Jahr 2020 in sechs Bundesländern - vom hohen Norden bis tief in den Süden Deutschlands. Die betroffenen Städte und Gemeinden waren Selfkant, Köln, Aachen, Düsseldorf, Herzogenrath, Wachtendonk, Geldern, Alpen (alle in Nordrhein-Westfalen) sowie in Niedersachsen, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Bayern und Schleswig-Holstein.

Stand: 30.09.2021, 11:22