Rekordjahr 2018: Größte Schützenparade in Neuss

Neusser Bürger-Schützenfest 2018 WDR 26.08.2018 03:14:56 Std. Verfügbar bis 26.08.2019 WDR

Rekordjahr 2018: Größte Schützenparade in Neuss

Von Alessandro Romio

  • Highlight beim Neusser Bürger-Schützenfest
  • Bunte Königsparade durch die Innenstadt
  • Größtes Schützenregiment aller Zeiten

Die Königsparade am Sonntag (26.08.2018) ist einer der Höhepunkt des Neusser Bürger-Schützenfestes. In diesem Jahr zogen so viele Schützen und Musiker durch die Innenstadt wie noch nie. Ein neuer Teilnehmerrekord wurde aufgestellt.

2018: Größtes Schützenregiment aller Zeiten zieht durch Neuss

So farbenfroh sah die Neusser Königsparade am Sonntag (26.08.2018) aus.

Die Reiterkorps bei der Königsparade.

Jedes Jahr ein neuer Rekord: In diesem Jahr sind es insgesamt 7.705 Schützen und Musiker.

Jedes Jahr ein neuer Rekord: In diesem Jahr sind es insgesamt 7.705 Schützen und Musiker.

Für alle Teilnehmer geht es natürlich am Rathaus vorbei.

Darauf mussten die Neusser Schützen lange warten.

Mit Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kommt erst zum zweiten Mal ein Landesvater als offizieller Ehrengast zur großen Parade auf den Markt.

Ein weiterer prominenter Gast: Peter Kohlgraf, seit einem Jahr Bischof von Mainz.

Ein weiteres Highlight: Die Rede des Schützenpräsidenten. Zum ersten Mal gehalten von Martin Flecken.

Die Edelknaben dürfen bei der großen Königsparade selbstverständlich nicht fehlen.

Ein absolutes Farbenspektakel und der Publikumsliebling: Die Hönesse. So nennt man die Träger der wunderschönen Blumenhörner. Die können bis zu 20 Kilo wiegen.

Hunderte Besucher verfolgten die Königsparade am Sonntag (26.08.2018).

Die beste Aussicht hatten auch in diesem Jahr wieder die geladenen Gäste auf der Rathaus-Empore.

Die farbenfrohe Parade wurde wieder vom WDR live übertragen. Kommentiert wurde die Sendung von Moderator Thomas Vogel und dem noch aktiven Neusser Schützen, Herbert Breidenbach. Beide bekamen von den erfahrenen Reporterinnen Judith Wolters und Christina von Below Unterstützung, die sich unter die vielen Besucher gemischt haben.

Drei Fragen an WDR Moderator Thomas Vogel

Seit wann kommentierst du die Sendung? Wie kam es dazu?

Thomas Vogel: Die erste Übertragung gab`s vor 20 Jahren, das war ein richtiges Abenteuer damals. Vor allem für mich als kompletten Nicht-Schützen. Und wie es mich dahin verschlug? Das hatte mit dem Karneval zu tun. Kollege Manni Breuckmann hat immer den Rosenmontagszug in Düsseldorf im Radio übertragen, der wechselte aber 1993 damit zum Fernsehen. Und da ich der einzige gebürtige Düsseldorfer in der Redaktion war, wurde ich dazu "verdonnert", den "Zoch" im Radio zu kommentieren. Tja, und als dann das Fernsehen beschloss, die Königsparade des Neusser Schützenfestes zu übertragen, hieß es: "Das kann doch der Vogel machen, der ist ja der Brauchtumsexperte im Studio Düsseldorf".

Was werden wir alles in der Sendung sehen? Und was ist das Besondere an der Parade?

Vogel: Die Parade ist einfach einzigartig, und das ist dann auch gleichzeitig das Besondere. Das kann man kaum beschreiben, das muss man selber sehen: Und zwar zunächst mal Schützen, jede Menge Schützen. Mehr als 5700 marschieren am Sonntag über den Neusser Markt zu Ehren des Schützenkönigs. Schmucke Uniformen wird es zu sehen geben, Holzgewehre, Fahnenschwenker und Blumenhornträger. Aber es gibt nicht nur viel zu sehen, sondern auch zu hören. Knapp 2000 Musiker ziehen nämlich auch mit und präsentieren Fanfarenklänge und viele Parademärsche. Und nicht zuletzt muss man sich unbedingt die Geschichten und Geschichtchen meines Co-Kommentators Herbert Breidenbach anhören. Der ist nicht nur Schütze, sondern schlicht das personifizierte Schützenlexikon. Ich glaube, der "Breidi" kennt den Namen jedes Pferdes im Zug und die Schuhgröße jedes mitmarschierenden Schützen.

Eine Anekdote aus den vielen Sendungen, die du heute allen erzählst?

Vogel: Ach, da fällt mir nur die Geschichte von den dampfenden Füßen ein. Es ist ja nicht unüblich, dass es am letzten Sonntag im August mittags schon mal irrsinnig heiß werden kann. Ja, und dann fiel natürlich die Klimaanlage in der hermetisch abgeriegelten Kabine aus. Der Breidi und ich saßen da eng nebeneinander, trieften vor uns hin und konnten nur händeringend darauf warten, dass uns die Aufnahmeleitung Plastikschüsseln mit kaltem Wasser bringt, um die von Schuhen und Socken befreiten Füße etwas abkühlen zu können.

Stand: 26.08.2018, 15:54

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