Neuss richtet die Landesgartenschau 2026 aus

Freude in Neuss: Zuschlag für die Landesgartenschau 2026

Stand: 30.03.2022, 12:14 Uhr

Die Stadt Neuss wird die Landesgartenschau 2026 ausrichten. Das hat NRW-Umweltministerin Heinen-Esser am Mittwochmorgen bekannt gegeben. Neuss setzte sich gegen zwei Mitbewerber durch.

Auch Grefrath und Geheimfavorit Warendorf hatten sich Hoffnung auf die Ausrichtung der LaGa 2026 gemacht. Die Entwicklung des 38 Hektar großen Neusser Rennbahngeländes zu einem Bürgerpark sei eine gute Möglichkeit, das Areal vor dem Verfall zu bewahren, lautet die Begründung für die Entscheidung pro Neuss.

Das Gelände biete im Zentrum der Stadt viele Chancen für eine nachhaltige Stadtentwicklung, so die Ministerin. Es sei aber insgesamt eine enge Entscheidung der Bewerbungskommission gewesen.

Nicht nur "Blümchenschau", sondern Stadtentwicklung

So könnte ein Teil der Neusser Landesgartenschau 2026 auf der ehemaligen Galopprennbahn aussehen

So könnte ein Teil der Neusser Landesgartenschau 2026 auf der ehemaligen Galopprennbahn aussehen.

Bürgermeister Reiner Breuer (SPD) reagierte am Mittwochmorgen sichtlich erfreut: "Das ist eine großartige Entscheidung, weil wir davon einen Impuls erwarten für die Entwicklung der Stadt. Wir haben ein brachliegendes Rennbahngelände und wir haben jetzt die große Möglichkeit, das wirklich nachhaltig weiterzuentwickeln, nicht nur eine Blümchenschau zu machen, sondern wirklich Stadtentwicklung, Grünentwicklung, direkt am Rande der Innenstadt."

Auch Christoph Hölters, Planungsdezernent in Neuss, zeigte seine Begeisterung über die Zusage: "Wir sind uns alle bewusst, dass dies eine einmalige Chance ist, die wir da bekommen. (....) Für die Bürger der Stadt Neuss, aber natürlich auch für alle anderen Besucher, auf die wir uns sehr freuen." 77 Prozent der Neusserinnen und Neusser hatten sich im Januar bei einer repräsentativen Umfrage hinter die LaGa-Bewerbung der Stadt gestellt.

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03:46 Min. Verfügbar bis 31.03.2023

Neuss investiert bis zu 20 Millionen Euro in die LaGa 2026

Sandbahn und Grasbahn als Geläuf nebeneinander auf der Galopprennbahn Neuss

Jetzt geht die Planungsarbeit für Neuss richtig los, denn vier Jahre bis zur Eröffnung der Landesgartenschau sind nicht viel Zeit. Allein die Stadt wird voraussichtlich 15 bis 20 Millionen Euro investieren müssen, um die Pläne beispielsweise für den Bürgerpark auf der ehemaligen Galopprennbahn umzusetzen.

Warendorf bleibt dennoch optimistisch

Nach der ersten großen Enttäuschung hofft Bürgermeister Peter Horstmann jetzt darauf, dass die Bewerbung nicht umsonst war. Denn Warendorf ist nur ganz knapp gescheitert. Einige der geplanten Projekte kann die Stadt vielleicht doch noch mit Hilfe des Landes umsetzen.

NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser gefiel insbesondere der avisierte Umbau des ehemaligen Brinkhaus-Geländes so gut, dass es eventuell doch Zuschüsse dafür vom Land geben wird. An der alten Fabrik soll unter anderem der Ems-Park erweitert werden, Hotels und Gastronomie sollen Einzug halten. Alle Maßnahmen sollen ökologisch und nachhaltig sein.

Auch Grefrath kann sich trotz seiner gescheiterten Bewerbung Hoffnung auf die Teil-Umsetzung von LaGa-Plänen machen. Sowohl Umweltministerin Heinen-Esser als auch Bau- und Heimatministerin Scharrenbach sagten ihre Unterstützung zu. "Beglückwünschen muss man aber alle drei Bewerber-Städte. Allein die Tatsache der Bewerbung hat in den jeweiligen Kommunen schon Vieles vor Ort angestoßen. Alle drei Bewerbungen sind ein Gewinn", so Scharrenbach

2020 fand die letzte Landesgartenschau in Kamp-Lintfort statt. Nächstes Jahr richtet Höxter die LaGa 2023 aus. Neuss richtet in vier Jahren die 20. Landesgartenschau aus.

Wir berichten am 30. März 2022 in der WDR Lokalzeit aus Düsseldorf über das Thema ab 19.30 Uhr.

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