Großfusion von Kliniken im Rhein-Kreis Neuss

Hodnik u jednoj klinici i medicinsko osoblje pri dnu hodnika

Großfusion von Kliniken im Rhein-Kreis Neuss

Von Raphael Boch

  • Kreis und Stadt unterschreiben Fusions-Verträge
  • zehntgrößtes kommunales Krankenhaus
  • Grund: bessere medizinische Versorgung

Die Rhein-Kreis Neuss Kliniken und das Lukaskrankenhaus fusionieren zum zehntgrößten kommunalen Krankenhaus Deutschlands. Am Dienstag (13.08.2019) wurden die Verträge dafür unterschrieben.

Der neue Verbund umfasst vier Krankenhäuser, drei Seniorenheime, zwei medizinische Versorgungszentren sowie elf Kindertageseinrichtungen an den drei Standorten Neuss, Grevenbroich und Dormagen. Insgesamt stehen rund 1.200 Betten zur Verfügung.

Bessere medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung der Patienten soll besser werden. Ziel sei es, in den unterschiedlichen Kliniken neben der Grundversorgung unterschiedliche Fachschwerpunkte zu gründen, sagte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. So sei die optimale Behandlung für die Patienten gesichert.

Sonst bleibt alles beim Alten. Die vier Klinikstandorte behalten ihre bisherigen Namen. Neu ist nur der Name des Klinikverbundes: Rheinland Klinikum Neuss.

Zunehmender Kostendruck

Durch die Fusion sollen die Kliniken aber auch wirtschaftlicher arbeiten. Laut dem Kreis nehme der Kostendruck auf die kommunalen Träger immer weiter zu, unter anderem durch die scharfe Konkurrenz durch private Kliniken. Aus diesem Grund sei die Fusion zwingend nötig, damit die Krankenhäuser in den kommenden Jahren nicht geschlossen werden müssten, so Petrauschke weiter. Von den aktuell rund 3.800 Mitarbeitern soll keiner betriebsbedingt gekündigt werden.

Der Klinik-Verbund muss als nächstes in den Handelsregister eingetragen werden. Erst dann startet offiziell der Betrieb und zwar rückwirkend zum 1. Januar 2019.

Großfusion von Kliniken im Rhein-Kreis Neuss

00:43 Min. Verfügbar bis 13.08.2020

Stand: 13.08.2019, 16:18