Zulassungsantrag: Neusser Firma an Impfstoff von Johnson&Johnson beteiligt

Janssen ist Neusser Tocherfirma von Johnson&Johnson

Zulassungsantrag: Neusser Firma an Impfstoff von Johnson&Johnson beteiligt

Das Neusser Unternehmen Janssen-Cilag ist die europäische Tochter des Impfstoffherstellers Johnson & Johnson. Gerade wurde der Zulassungsantrag für den gemeinsamen Impfstoff bei der EU eingereicht.

Eine Entscheidung der europäischen Arzneimittelagentur EMA über die Zulassung könnte bis Mitte März fallen. Bislang sind in der EU die Vakzine von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca zugelassen.

Nur eine Injektion nötig und gut transportierbar

Im Gegensatz zu den anderen Impfstoffen sei bei dem Vakzin von Johnson&Johnson nur eine Injektion nötig. Außerdem könnte es leichter anzuwenden sein. Nach Angaben des Unternehmens ist der Impfstoff für mindestens drei Monate bei Temperaturen zwischen zwei und acht Grad haltbar.

Medizinisches Fachpersonal zeigt eine Ampulle des bereits fertig zubereiteten Impfstoffs des Herstellers Pfizer-BioNTech fuer die Impfspritzen.

Zum Vergleich: Der Biontech-Impfstoff benötigt bei längerer Lagerung eine extrem niedrige Temperatur von minus 70 Grad. Die Europäische Kommission hat 200 Millionen Dosen des Wirkstoffes von Johnson&Johnson bestellt, mit einer Option für 200 Millionen weitere.

Das Unternehmen hat seinen Sitz in Neuss

Das Unternehmen hat seinen Sitz sei 1980 in Neuss. Es beschäftigt deutschlandweit etwa 1.000 Mitarbeiter. Der Impfstoff wird aber aber in den Niederlanden produziert.

In ganz Europa besteht nach wie vor ein dringender Bedarf an zusätzlichen Covid-19-Impfstoffen“, sagte Dr. Paul Stoffels, von Johnson & Johnson. Der neue Impfstoff solle helfen, die Pandemie einzudämmen.

Stand: 17.02.2021, 15:00