32-Jährige aus Grevenbroich bekommt ihre 20 Jahre alte Flaschenpost zurück

Auf dem Foto sind Viktoria Blocksdorf (links), die die Falschenpost gefunden hat und Christina Buschhausen (rechts), die sie geschrieben hat.

32-Jährige aus Grevenbroich bekommt ihre 20 Jahre alte Flaschenpost zurück

In der vergangenen Woche wurde am Neusser Rheinufer eine alte Flaschenpost gefunden. Jetzt hält die Verfasserin den Brief in Händen, den sie als Zwölfjährige geschrieben hat.

"Meine Hände sind fast schon ein bisschen zittrig", sagt Christina Buschhausen, während sie lachend das Marmeladenglas öffnet: "Das ist ja verrückt". Die heute 32-Jährige hält eine 20 Jahre alte Flaschenpost von sich selbst in den Händen.

Diese Flaschenpost fand Victoria Blocksdorf vergangene Woche bei einer Aufräumaktion am Neusser Rheinufer. Das Glas lag im tiefen Matsch zwischen Gestrüpp und Müll. Man sah, dass die Verfasserin auch Süßigkeiten in die Flaschenpost gepackt hat.

Flaschenpost teilweise noch zu lesen

Ein Brief aus einer Flaschenpost

Blocksdorf konnte die verblasste Schrift auf dem Diddl-Papier gerade noch so entziffern: Sie sah, dass die Absenderin Christina hieß und das Glas am 25. März 2001 in den Rhein geworfen hat. Als sie die Flaschenpost damals losschickte, ging die Zwölfjährige auf das Erasmus-Gymnasium in Grevenbroich.

Buschhausen reist zurück in die Kindheit

Das Treffen ist für Christina Buschhausen eine Reise in ihre eigene Kindheit. Sie hat den Diddl-Block von damals immer noch und hat ihn mitgebracht. Schon vor dem Treffen haben sich alte Klassenkameraden bei ihr gemeldet, um sie auf die gefundene Flaschenpost hinzuweisen. Während sie die Flaschenpost liest, erzählt sie von damals.

Buschhausen war damals inspiriert von einer Flachenpost, die sie selbst gefunden hatte, vermutet sie heute: "Ich gehe schwer davon aus, dass da auch Süßigkeiten drin waren, sonst wäre ich wahrscheinlich nicht auf die Idee gekommen, da Süßigkeiten reinzustecken".

Mutter der Absenderin meldete sich

Victoria Blocksdorf wollte nach dem Fund des Glases am Rhein unbedingt wissen, wer die Flaschenpost verschickt hat: "Man schickt ja nicht einfach eine Flaschenpost in die Welt, ohne einen Anlass zu haben".

Die "Lokalzeit aus Düsseldorf" rief die Verfasserin dazu auf, sich zu melden. Und das mit Erfolg: Die Mutter von Christina Buschhausen war sich sicher, dass die Absenderin ihre Tochter sein muss. Ein Schriftabgleich brachte dann Gewissheit. Bei dieser "abgefahrenen Geschichte" habe sie sich dann "wirklich melden müssen".

Jetzt bekommt die Verfasserin von damals nicht nur ihre eigene Flaschenpost zurück, die Finderin hat auch eine Antwort für sie: neue Süßigkeiten in einem neuen Glas.

Stand: 23.03.2021, 15:40

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