Stadt Neuss geht gegen Wildgänse vor

Kanadagans mit Küken auf einer Wiese

Stadt Neuss geht gegen Wildgänse vor

  • Stadt Neuss geht gegen Wildgänse vor
  • Idee: Fuchs könnte Tiere reißen
  • Weitere Möglichkeiten: Jagen, Eier aus Nest nehmen

Im Neusser Biotop Jröne Meerke gibt es seit Jahren Probleme mit Wildgänsen. Dagegen will die Stadt vorgehen. Der Umweltausschuss des Rhein-Kreises Neuss prüft aktuell verschiedene Vorschläge, um die Vermehrung der Tiere einzugrenzen.

Fuchs gegen Gänse-Überschuss?

Eine der Ideen: ein Fuchs soll in das Biotop gelockt werden, um dann die Gänse zu reißen. Da die Tiere auf einer Insel in einem Weiher leben, soll dafür ein Steg gebaut werden. Das halten nicht alle Mitglieder des Umweltausschusses für sinnvoll.

Außerdem wird diskutiert, die Eier der Gänse unfruchtbar zu machen. Dafür gibt es verschiedene Optionen: Mitarbeiter der Stadt könnten dafür die Eier schütteln oder sie anstechen. Eier können aus den Nestern entnommen und die Anzahl der Jungtiere so verringert werden.

Gänse-Invasion am Niederrhein Quarks & Co 20.06.2017 05:06 Min. Verfügbar bis 20.06.2022 WDR

Ob Schnee- und Nilgänse geschossen werden dürfen, wird aktuell auch geprüft. Kanadagänse dürfen seit der Reformierung des Jagdgesetzes 2018 bereits gejagt werden. Allerdings wird das in der Praxis nicht umgesetzt.

Auch in Düsseldorf sind die Wildgänse ein Problem. Dort konnte die Population der Kanadagänse durch die Entnahme der Eier im gesamten Stadtgebiet von etwa 1.680 im Jahr 2018 auf rund 1.400 Tiere in diesem Jahr reduziert werden.

Stand: 13.09.2019, 16:18

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