Weniger Parkplätze in Köln? - Stadtrat beschließt Ausarbeitung des Verkehrs-Konzepts

Eine Frau fährt mit dem Rad die Zülpicher Straße entlang, am Straßenrand parken Autos, im Hintergrund eine KVB-Bahn

Weniger Parkplätze in Köln? - Stadtrat beschließt Ausarbeitung des Verkehrs-Konzepts

Das Bündnis von Grünen, CDU und Volt im Kölner Stadtrat will das Parken in der Stadt ganz neu organisieren. Am Dienstagnachmittag hat der Stadtrat mit großer Mehrheit beschlossen, dass die Verwaltung das vorliegende Konzept ausarbeiten soll.

Jeder dritte Parkplatz könnte demnach wegfallen, auch die Gebühren sollen steigen. Grüne, Volt und CDU wollen mit ihrem Konzept die Situation in Köln für Anwohner, Radfahrer und Fußgänger verbessern. Auf den neuen Flächen, die durch den Wegfall der Parkplätze entstehen, sind beispielsweise Abstellflächen für Lastenräder geplant. Vorbild für das neue Modell sind die Städte Wien, Amsterdam und Rotterdam.

Kurzzeitparken könnte kostenfrei werden

Geplant ist, dass das Parken grundsätzlich teurer werden soll. Die Einnahmen sollen in Bus und Bahn und neue Quartiersgaragen fließen. Wie sehr sich das Parken verteuern soll, ist noch unklar. Menschen, die auf das Auto angewiesen sind, zum Beispiel Sozialdienstleistende, Pflegekräfte, Handwerker und Menschen mit Behinderung, sollen von den erhöhten Gebühren ausgenommen sein. Geplant ist aber auch, dass das Kurzzeitparken kostenfrei wird. 15 Minuten wären - dem Wiener Modell entsprechend - dann kostenfrei.

"Durch die ausgeweitete, höhere Bepreisung des Parkraums wird das Klima und Anwohner entlastet. Außerdem bieten wir eine Gegenfinanzierung für günstigere ÖPNV-Tickets für Kölnerinnen und Kölner. Die Digitalisierung und der reduzierte Verkehr entlasten Menschen, die wirklich auf das Auto angewiesen sind", sagt Max Pargmann, Verkehrspolitischer Sprecher der Volt Fraktion im Kölner Rat.

Keine Parkplätze mehr auf Severinstraße und Zülpicher Straße

Wie es in einer Pressemitteilung der Kölner Grünen heißt, soll zukünftig auch "in verschiedenen Parkzonen der Stadt eine maximale Parkdauer von 2 bis 4 Stunden möglich sein". Als erste Maßnahme sollen nach der Idee des Ratsbündnisses die Parkplätze auf der Severin-, Aposteln-, Maastrichter- und Zülpicher Straße zwischen dem Zülpicher Platz und der Universitätsstraße komplett entfallen. Ladezonen bleiben erhalten.

Über das von der Stadtverwaltung ausgearbeitete Park-Konzept wird demnächst der Kölner Stadtrat entscheiden.

Stand: 14.12.2021, 16:24