Mit Rheinjet bekommt die Bahn neuen Wettbewerber

Zug eines privaten Anbieters steht neben einem Zug der Deutschen Bahn

Mit Rheinjet bekommt die Bahn neuen Wettbewerber

  • Neuer Anbieter auf der Schiene
  • Rheinjet will im Fernverkehr mitmischen
  • Deutsche Bahn reagiert gelassen

Die Deutsche Bahn bekommt im Fernverkehr einen weiteren Konkurrenten: Das Unternehmen Rheinjet aus Meerbusch (Rhein-Kreis Neuss) will vom 8. November an eine Zugverbindung zwischen Stuttgart, München und Frankfurt anbieten, wie am Samstag (31.08.2019) bekannt wurde.

Ein Zug solle die drei Städte alle zwei Wochen freitags nacheinander anfahren, sagte Rheinjet-Geschäftsführer Martin Michael. Das Unternehmen kooperiere mit externen Betreibern. Die Zeiten seien angemeldet und genehmigt. Schon seit rund einer Woche können Kunden die Fahrten buchen.

Angebot richtet sich an Pendler

Je nach Nachfrage soll das Angebot künftig ausgeweitet werden. Damit wagt sich nach Flixtrain ein weiterer Anbieter auf den Fernverkehrsmarkt, der mit einem Marktanteil von rund 99 Prozent nahezu komplett von der Deutschen Bahn dominiert wird.

"Wir wenden uns vor allem an Pendler, die etwa unter der Woche in einer Stadt arbeiten und am Wochenende nach Hause möchten", sagte Michael. Aufgrund der unterschiedlichen Verkehre bestehe kein direkter Wettbewerb mit der Bahn, hieß es. Angebote wie das von Rheinjet fallen unter den sogenannten Gelegenheitsverkehr.

Bahn sieht neue Konkurrenz gelassen

Die Bahn reagierte gelassen auf den neuen Anbieter. "Konkurrenz belebt das Geschäft", teilte eine Sprecherin am Samstag mit. "Auch wir als DB sind durch den Wettbewerb besser geworden."

FlixTrain - wie klappt es mit dem Billig-Zug? Servicezeit 11.12.2018 04:23 Min. Verfügbar bis 11.12.2019 WDR Von Carolin Hüppe

Stand: 31.08.2019, 16:36

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