Neue Wanderwege für die Eifel

Neue Wanderwege für die Eifel

Von Sabine Rieck

Sie heißen "Eisvogel", "Brotpfad" oder "Milchweg" - die neuen Wanderwege in der Nordeifel, die heute vorgestellt wurden und sich wie Schleifen durch die Landschaft ziehen.

Die Thematik der Namen wird auf den Wegen aufgegriffen. So soll der Wanderweg "Eisvogel" beispielsweise in Hellenthal Besuchern die Möglichkeit geben, Näheres über den Vogel zu erfahren oder ihn sogar mit etwas Glück zu sehen. Der "Brotpfad" lockt mit einem Dorf-Backhaus und auf dem "Milchweg" gibt es zahlreiche Milchkühe zu entdecken.  "Bislang fehlte in der Eifel ein Rundwanderwegenetz", sagt Markus Ramer, Landrat des Kreises Euskirchen. "Die Wanderer von heute erwarten heute eine Infrastruktur und gut gepflegte Wege." Ab sofort können die Touren dank neuer Beschilderung rund um Hellenthal, Bad Münstereifel, Kall oder Dahlem "abgewandert" werden. 

Nordeifel will mit bekannten Wanderregionen mithalten

Mehrere Wanderprospekte liegen auf einem Tisch

94 sogenannter "EifelSchleifen" und 18 "EifelSpuren" haben Touristikspezialisten in Kooperation mit aktiven Wanderern in über vier Jahren Arbeit entwickelt. 860.000 Euro haben die EU und das Land im Rahmen des Projektes "Wanderwelt der Zukunft" dazugegeben. Mit den neuen Wegen will die Nordeifel ab sofort mit bekannten Wanderregionen wie dem Rothaargebirge oder dem Schwarzwald mithalten können. "Wir sehen anhand der Online-Zugriffe, dass die Eifel so gefragt ist wie nie", erklärt Damian Meiswinkel Projektmitarbeiter vom Kreis Euskirchen. "In einer Testphase haben uns Wanderer für die Eifelschleifen im Durchschnitt schon jetzt mit vier von fünf Sternen bewertet."

Auf dem Weg bleiben

Eine Bank in der Eifler Landschaft

In Schuss gehalten werden die neue Wege von 80 Wegepaten. Diese sorgen in regelmäßigen Abständen dafür, dass die Beschilderung vollständig bleibt und die Wege passierbar sind. Die neue Beschilderung mit 30.000 Markierungszeichen auf den Routen soll ein Verlaufen nahezu unmöglich machen. Die Touren sind unterschiedlich lang und sind von den Höhenmetern unterschiedlich schwierig. Vier bis 22 Kilometer Länge haben die Wanderwege. Damit Tagestouristen auch auf ihr Auto verzichten können, liegen viele der Routen in unmittelbarer Nähe eines Bahnhofs. 

Viele Touren, wenig Kontakte

Die große Vielzahl der Wanderwege soll gerade in der Corona-Pandemie dafür sorgen, dass Touristen untereinander möglichst wenig Kontakte in der Natur haben. Allein im vergangenen Jahr wurden allein im Nationalpark 1,35 Millionen Besucher registriert. Die Besucher werden durch die Rundwanderwege besser gelenkt. "Über das Wanderwegenetz verteilen sich Touristen großflächig auf ein Gebiet", sagt Patrick Schmidder von der Nordeifel Touristik. Vor allem im Sommer und schon ab Pfingsten rechnen er und seine andere Touristikexperten der Nordeifel mit einem großen Zulauf an Tagestouristen.

Durch die wilde Nordeifel Wunderschön! 26.07.2020 01:28:33 Std. UT Verfügbar bis 26.07.2021 WDR

Stand: 12.05.2021, 16:18