Neue Radroute durchs Rheinische Revier

Martin Zingsheim und Tamina Kallert radeln auf einem Radweg über eine Brücke

Neue Radroute durchs Rheinische Revier

Von Stephan Pesch

  • 20 Kilometer lange Info-Route geplant
  • Tour führt zu Denkmälern und Museen
  • Kommunen erhoffen sich mehr Touristen

Die Städte Bergheim und Bedburg wollen mehr Radtouristen in das Rheinische Braunkohlerevier locken. Mit Rommerskirchen im Rhein-Kreis Neuss und dem Land NRW planen sie für rund 100.000 Euro eine ganz besondere Radroute.

Los geht's am Wasserschloss Paffendorf

Die über 20 Kilometer lange Strecke soll an Kulturdenkmälern vorbeiführen, die Auskunft über die Geschichte und den begonnenen Strukturwandel des Rheinischen Reviers geben. Insgesamt sind 17 Stationen geplant. Die Erlebnisroute „Kulturlandschaft Börde“ soll am Bergheimer Wasserschloss Paffendorf starten.

Bergheim gibt als erste Stadt grünes Licht

Hände mit Fahrradhandschuhen deuten auf eine Landkarte

Wo geht es weiter? Im Team ist Kartenlesen halb so schwer.

Sie führt an der Tagebaugedenkstätte für die abgebaggerten Orte Wiedenfeld und Montagsend bei Bedburg vorbei. Ziel ist Rommerskirchen, wo ein Museum für alte Werksbahnen und ein Spiel- und Erlebnispark auf die Radtouristen warten. Als erste Stadt hat Bergheim am Dienstagabend (07.05.2019) der interkommunalen Radroute durchs Revier grünes Licht gegeben.

Radfahrer können sich Infos aufs Handy laden

Entlang der Radroute sind an jeder Station große Infotafeln geplant, an denen können sich Radtouristen historische Fakten, alte Bilder oder neue Pläne aufs Handy herunterladen. Viele Teile der neuen Erlebnisroute gibt es bereits. An mehreren Stellen sollen sie ausgebaut und vernetzt werden.

Revier will vom Touristenboom profitieren

Sowohl das Land NRW als auch Bergheim und Bedburg rechnen mit einem Erfolg, denn immer mehr Touristen besuchen den Rhein-Erft-Kreis. Im vergangenen Jahr waren es mehr als eine halbe Million. Viele von ihnen hatten ein Fahrrad dabei.

Stand: 08.05.2019, 16:54