Menschenrechtsaktivisten und Flüchtlingshelfer erhalten Aachener Friedenspreis

Die beiden Friedenspreisträger Père Antoine Exelmans und Centro Gaspar Garcia de Direitos Humanos

Menschenrechtsaktivisten und Flüchtlingshelfer erhalten Aachener Friedenspreis

Mit dem Aachener Friedenspreis werden in diesem Jahr Père Antoine Exelmans aus Marokko und das Zentrum für Menschenrechte Gaspar Garcia aus Brasilien ausgezeichnet.

Engagement für Geflüchtete

Der Friedenspreisträger Père Antoine Exelmans

Der französische katholische Priester Pére Antoine Garcia arbeitet seit mehr als drei Jahren in Marokko. Er hilft Flüchtlingen an der algerische Grenzen, die zum Opfer von Gewalt, Erpressung und Menschenhandel durch kriminelle Banden werden. Der katholische Priester und sein Team von freiwilligen Helfern bemühen sich, Migrantinnen und Migranten aus der Gewalt der Menschenhändler zu befreien. In seinem Gemeindezentrum finden die Geflüchteten eine sichere Notunterkunft, medizinische Versorgung und Beratung. Mit dem Aachener Friedenspreis soll dieser Einsatz gewürdigt werden und zugleich das Thema Flüchtlinge wieder mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden.

Einsatz für Obdachlose und Benachteiligte in Brasilien

Der Friedenspreisträger vom Centro Gaspar Garcia de Direitos Humanos (Zentrum für Menschenrechte Gaspar garcia) (Brasilien)

Der zweite Preisträger ist das Zentrum für Menschrechte Gaspar Garcia in der brasilianischen Metropole Sao Paolo. In der Millionenstadt leiden hunderttausende Menschen unter einem dramatischen Mangel an Wohnraum. Wegen der Wirtschaftskrise in Brasilien werden Sozialausgaben immer weiter beschnitten, immer mehr Einwohner verlieren ihre Wohnungen. Das Zentrum für Menschenrechte kämpft in den Vierteln der Armen gegen  Zwangsräumungen, die oft von Gewalt begleitet werden, leistet rechtlichen Beistand und auch sozialpsychologische Hilfe. Für die Organisation wird der Rechtsanwalt und Sozialarbeiter Benedito Roberto Barbosa den Friedenspreis in Empfang nehmen.   

Der Aachener Friedenspreis wird am 10.12., dem internationalen Tag der Menschrechte, verliehen. Die Laudatio wird in Aachen in diesem Jahr der Politiker Gregor Gysi halten.

Stand: 21.09.2020, 10:00