Wuppertal: Neue Kontrollen für Recyclinghöfe geplant

Wuppertal: Neue Kontrollen für Recyclinghöfe geplant

Von Tim Schlüter

  • Kennzeichen sollen registriert werden
  • Quittungen auch für kostenlose Entsorgungen
  • Zusätzliche Absperrungen sollen unbefugtes Betreten verhindern

Die Wuppertaler Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) hat am Donnerstag (14.03.2019) vorgestellt, welche neuen Kontrollen sie auf ihren Recyclinghöfen einrichten will. So möchte die AWG verhindern, dass Mitarbeiter in die eigene Tasche wirtschaften können. Entsprechende Vorwürfe waren im Februar 2019 bekannt geworden. Die Mitarbeiter sollen gegen Schmiergeld erlaubt haben, dass Besucher Wertstoffe mitnahmen oder Müll kostenlos entsorgten.

Kennzeichen aller Besucher werden notiert

Elektrogerät kommt auf den Recyclinghof

Bald mehr Kontrollen auf Wertstoffhöfen

Geschäftsführer Martin Bickenbach bedauert in einer Presseerklärung, dass der gute Ruf der Recyclinghöfe Schaden genommen habe. Um solche Fälle künftig zu verhindern, gebe es bald die neuen Regelungen: Das Auto-Kennzeichen jedes Besuchers eines Wertstoffhofes soll registriert werden. Und jede Anlieferung werde quittiert, auch wenn es sich etwa um kostenlose Entsorgung wie etwa Altpapier handele.

Auch Absperrungen geplant

Durch diese Maßnahmen soll es möglich sein, auch im Nachhinein sämtliche Anlieferungen eindeutig zuzuordnen. Außerdem will die AWG zusätzliche Absperrungen aufstellen, damit niemand unerlaubt auf das Gelände der Wertstoffhöfe kommen kann. Auch über eine Videoüberwachung denke man nach.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Gegen die der Korruption verdächtigen Mitarbeiter der AWG ermittelt die Wuppertaler Staatsanwaltschaft. Sollten sich die Vorwürfe als wahr herausstellen, droht den betroffenen Mitarbeitern neben einer fristlosen Kündigung zusätzlich auch ein Strafverfahren.

Stand: 15.03.2019, 14:58

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