Kreis Viersen mit eigener Klimastrategie

Druckversion der neuen Klimastrategie des Kreises Viersen.

Kreis Viersen mit eigener Klimastrategie

  • Kreisverwaltung Viersen will klimaneutral werden
  • Kreis will Städte und Gemeinden mitnehmen
  • Kreistag entscheidet Mitte März über Strategie

Der Kreis Viersen hat auf der Kreistagssitzung am Donnerstagabend (16.01.2020) eine eigene Klimastrategie auf den Weg gebracht. Zentrales Ziel ist es, den CO2-Ausstoß der Kreisverwaltung bis zum Jahr 2040 auf null zu senken.

Landrat Andreas Coenen wies bei der Vorstellung des ehrgeizigen Planes darauf hin, dass uns die Wetterextreme der vergangenen Jahre mit Nachdruck den Klimawandel vor Augen geführt hätten. Im vergangenen Jahr sei in der kreisangehörigen Stadt Tönisvorst ein NRW-Allzeittemperaturrekord von 41,2 Grad Celsius erreicht worden, so der Landrat.

Wärme- und Strombedarf soll erheblich gesenkt werden

Mit der im Kreistag jetzt vorgelegten Klimastrategie will die Kreisverwaltung zeigen, dass Klimapolitik nicht nur in der EU, im Bund und im Land gemacht wird. Klimapolitik beginne vor der Haustür.

„Wir wollen als Kreisverwaltung schauen, dass wir unseren Wärme- und Strombedarf komplett CO2-frei realisieren können. Wir wollen die dienstliche Mobilität unserer 1.100 Mitarbeiter CO2-frei gestalten“, so Landrat Coenen.

Kreistag muss bis März entscheiden

Weitere Maßnahmen: Der Kreis bezieht nur noch zertifizierten Ökostrom für seine Gebäude. Erdwärme oder Pellets sollen zur Beheizung zum Einsatz kommen. Möglichst alle Dächer der kreiseigenen Gebäude werden mit Photovoltaik und Solarthermie bestückt. Mitarbeiter sollen beim Homeoffice gefördert werden. Außerdem soll möglichst auf Dienstreisen verzichtet werden.

Die Fraktionen im Viersener Kreistag haben nun bis zur nächsten Sitzung Mitte März Zeit, sich mit der vorgelegten Klimastrategie zu beschäftigen. Dann soll entschieden werden, ob sie umgesetzt wird.

Stand: 16.01.2020, 19:38